Die Bundesregierung bewertet die deutsche Sportförderung trotz des zuletzt rückläufigen Medaillentrends bei Olympischen Spielen weiterhin als „gut aufgestellt“. Regierungssprecher Stefan Kornelius verwies auf beschlossene Reformen und betonte, die Leistungen der Athleten bei den Winterspielen in Italien würden dadurch nicht geschmälert. Zugleich warnte er davor, aus internationalen Medaillenvergleichen ein Politikum zu machen.
Regierung verweist auf beschlossene Reformen
Regierungssprecher Stefan Kornelius sagte am Montag der dts Nachrichtenagentur, die Strukturen der Sportförderung seien aus Sicht der Bundesregierung tragfähig. „Die Ziele sind genannt, auch die Sportförderung und die Verbesserungsnotwendigkeiten, die dort jetzt beschlossen wurden oder erkannt wurden, sind benannt“, erklärte er. Das schmälere nicht die Leistung der Sportler, die jetzt bei Olympia gekämpft haben, so Kornelius laut dts Nachrichtenagentur.
„Ich glaube auch, dass die gesamte globale Sportbewegung sich stark verändert“, fügte Kornelius hinzu. „Die deutsche Sportförderung ist eigentlich gut aufgestellt und kann jetzt mit den Reformen, die vorgesehen sind, sicherlich noch mal neue Leistungsziele sich stecken, und das ist das Ziel, dass das Sportfördergesetz in diese Richtung auch bewirkt“, sagte er der dts Nachrichtenagentur.
Vergleich mit anderen Nationen
Auf Nachfrage, warum zum Beispiel eine Nation wie die Niederlande mittlerweile sowohl bei Sommer- als auch bei Winterolympiaden erfolgreicher abschneidet als Deutschland, wollte Kornelius keine Bewertung abgeben. Er sagte der dts Nachrichtenagentur, dass er da „keine Spekulation anstellen“ wolle. „Ich glaube auch, dass diese nationalen Hitlisten sehr subjektiv sind, oder sehr einzelne Gründe haben, die dann gerne von fachlicher Seite untersucht werden sollten. Aber ich bitte, daraus kein Politikum zu machen“, so Kornelius laut dts Nachrichtenagentur.
Deutsches Abschneiden bei den Winterspielen
Insgesamt kam Deutschland bei den Winterspielen in Italien auf acht Gold-, zehn Silber- und acht Bronzemedaillen und beendete die Wettbewerbe damit auf dem fünften Platz im Medaillenspiegel. Mit 26 Medaillen insgesamt kam das deutsche Team zwar nur auf eine weniger als in Peking vor vier Jahren, hat aber vier Olympiasiege weniger verbucht. Es ist das erste Mal seit Sotschi 2014, dass Deutschland nicht zu den Top-3-Wintersportnationen zählt.
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