Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) hat sich klar gegen den Einsatz kleiner modularer Atomreaktoren ausgesprochen und vor deren Risiken gewarnt. In einem Interview mit den Partnerzeitungen der „Neuen Berliner Redaktionsgesellschaft“ kritisierte er die Technologie als „Mythos“, der an der praktischen Umsetzung scheitere.
Schneider warnt vor Gefahren kleiner Reaktoren
Carsten Schneider
Mit seiner Position stellt sich der SPD-Politiker gegen seine Kabinettskollegin, Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche
Zweifel an Marktreife und Wirtschaftlichkeit
Schneider verwies darauf, dass die Entwicklung kleiner modularer Reaktoren aus seiner Sicht noch weit von einem breiten Einsatz entfernt sei. „Tatsächlich gibt es bisher nur wenige Prototypen und sie werden so schnell auch nicht auf den Markt kommen. Und selbst dann wahrscheinlich nur vereinzelt und mit teuren Subventionen erkauft“, sagte Schneider den Partnerzeitungen der „Neuen Berliner Redaktionsgesellschaft“. Ausdrücklich wandte er sich zudem gegen die Vorstellung, mit den Anlagen könne das Entsorgungsproblem gelöst werden: „Anders als manche glauben, lösen sie auch das Müllproblem nicht.“
Energiewende statt „Potemkinsche Dörfer“
Der Bundesumweltminister knüpfte seine Kritik an einen Appell, die Energiewende zu beschleunigen. Die Umstellung des Energiesystems müsse aus seiner Sicht Vorrang haben. Die Energiewende brauche Vorfahrt und Beschleunigung, „keine Potemkinschen Dörfer“, so der SPD-Politiker gegenüber den Partnerzeitungen der „Neuen Berliner Redaktionsgesellschaft“.
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