Eine Mehrheit der Deutschen wünscht sich Angela Merkel (CDU) offenbar nicht als Bundespräsidentin. In einer Forsa-Umfrage im Auftrag der Sender RTL und ntv äußerten 54 Prozent der Befragten, sie fänden es nicht gut, wenn die ehemalige Bundeskanzlerin die Nachfolge von Frank-Walter Steinmeier antreten würde, während 35 Prozent dies befürworten. Auch in weiteren Fragen zu Merkels möglicher Rolle in der aktuellen Politik zeigt sich überwiegend Skepsis.
Zurückhaltung bei möglicher Bundespräsidentinnenrolle
In der von Forsa für die Sender RTL und ntv durchgeführten Umfrage gaben 54 Prozent der Deutschen an, es nicht gut zu finden, wenn Altkanzlerin Angela Merkel die Nachfolge von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier antreten würde. 35 Prozent der Befragten würden eine solche Personalentscheidung befürworten.
Über eine mögliche Kandidatur Merkels für das Bundespräsidentenamt war zuletzt spekuliert worden. Die Altkanzlerin hat allerdings bereits ein Interesse an dem Posten verneint.
Einschätzungen zu Merkels möglicher Regierungsarbeit heute
Gefragt danach, ob Merkel heute als Bundeskanzlerin die Wirtschaft voranbringen könnte, antworteten 32 Prozent der Befragten positiv. 59 Prozent teilen diese Einschätzung nicht.
Auch in der Außenpolitik überwiegt demnach Skepsis: Dass Merkel die Beziehungen zum US-Präsidenten verbessern würde, glauben laut der Forsa-Umfrage für RTL und ntv nur 23 Prozent. 69 Prozent sind in dieser Frage skeptisch. Beim Verhältnis zum russischen Präsidenten Wladimir Putin meinen 35 Prozent der Befragten, dieses würde sich unter Merkel verbessern, während 57 Prozent das nicht erwarten.
Bewertung von AfD-Stärke und Investitionspolitik
Auf die Frage, ob die AfD unter einer Kanzlerin Merkel heute ähnlich stark wäre, antworteten 60 Prozent der Befragten mit Ja. 30 Prozent glauben das nicht.
Beim Thema Investitionen in die Infrastruktur werfen 75 Prozent der Befragten Merkel vor, zu wenig investiert zu haben.
Für die Erhebung von Forsa im Auftrag von RTL und ntv wurden am 18. und 19. Februar 1.003 Menschen befragt.