Die Girolive-Panthers Osnabrück mussten am Wochenende (15. Februar) eine deutliche Heimniederlage gegen ALBA Berlin hinnehmen. Von Beginn an dominierten die Gäste aus der Hauptstadt das Spielgeschehen und setzten sich am Ende klar mit 58:83 durch. Für die stark ersatzgeschwächten Panthers, die lediglich mit acht Spielerinnen antreten konnten, war gegen das tief besetzte Berliner Team (zwölf Spielerinnen) kein Kraut gewachsen.
Früher Rückstand nach zerfahrenem Start
Bereits im ersten Viertel zeigten die Girolive-Panthers große Probleme im Spielaufbau. Passfehler und überhastete Abschlüsse bestimmten das Bild, während ALBA Berlin offensiv diszipliniert und effizient agierte. Immer wieder fanden die Berlinerinnen freie Würfe jenseits der Dreipunktelinie und verwandelten hochprozentig. Nach technischen Problemen und einer kurzen Spielunterbrechung (Restzeit 5:06 Minuten) lief bei Osnabrück weiterhin wenig zusammen. Das Viertel endete mit einem klaren Rückstand von 8:21.
ALBA diktiert das Tempo
Auch im zweiten Abschnitt änderte sich wenig am Spielverlauf. Das Team aus der Hauptstadt blieb konzentriert, bewegte den Ball schnell und setzte mit sicherem Distanzwurfspiel Akzente. Die Girolive-Panthers dagegen fanden kaum Wege durch die starke Berliner Verteidigung, viele Angriffe wurden früh gestört oder abgefangen. Selbst nach einem Timeout von Osnabrücks Trainerin konnte die Mannschaft offensiv keine Lösungen finden. Auch unter den Körben hatte ALBA klare Vorteile beim Rebounding. So ging es mit 23:46 aus Sicht der Panthers in die Pause – eine deutliche Hypothek.
Leichte Steigerung nach der Halbzeit
Nach dem Seitenwechsel zeigten die Girolive-Panthers zunächst ein anderes Gesicht. Mit mehr Energie und kämpferischer Körpersprache gelang es, den Rückstand zeitweise zu verkürzen. ALBA wirkte phasenweise unkonzentriert und ließ einige Fehler zu. Besonders die verbesserten Dreipunktwürfe und eine stabilere Defense auf Seiten der Panthers machten sich bezahlt. Doch trotz einzelner Erfolgserlebnisse konnte Osnabrück den Vorsprung der Gäste nur minimal schmälern. Nach 30 Minuten stand es 40:58.
Kräfte schwinden
Im Schlussviertel fehlten den Girolive-Panthers sichtbar die Kräfte. Die nur acht eingesetzten Spielerinnen konnten dem hohen Tempo der Berlinerinnen nicht mehr standhalten. Zwar schlichen sich bei ALBA kurzzeitig kleine Ungenauigkeiten ein, doch die starke Verteidigung der Gäste ließ kaum einfache Abschlüsse zu. Drei Minuten vor Schluss lag Osnabrück bereits mit 20 Punkten zurück (50:70), und am Ende bauten die Berlinerinnen ihren Vorsprung noch weiter aus. Endstand: 58:83 – eine klare Angelegenheit für ALBA Berlin.
Kräfteunterschied war deutlich
Die Girolive-Panthers mussten an diesem Abend klar anerkennen, dass ALBA Berlin in nahezu allen Bereichen überlegen war. Während Osnabrück über weite Strecken ideenlos agierte und kaum offensive Lösungen fand, überzeugte Berlin mit mannschaftlicher Geschlossenheit, starker Defense und hoher Treffsicherheit von außen. Der Kräfteunterschied war deutlich: ALBA konnte mit einer tiefen Bank rotieren, während die Panthers mit dünner Personaldecke kämpften.
Für die Girolive-Panthers gilt es nun, die Partie schnell abzuhaken und die positiven Phasen aus dem dritten Viertel als Motivation für kommende Aufgaben mitzunehmen.