Der Dax hat zum Wochenstart nachgegeben und ist unter die Marke von 25.000 Punkten gerutscht. Fehlende Impulse durch geschlossene Börsen in den USA und Asien sowie dünner Handel in Frankfurt belasteten den Leitindex. Zudem sorgten Signale vom US-Terminmarkt für gedrückte Stimmung, während einzelne Branchen wie Finanzwerte und zyklische Titel gefragt blieben.
Dax rutscht ins Minus bei dünnem Feiertagshandel
Zum Xetra-Handelsschluss lag der Dax bei 24.801 Punkten und damit 0,5 Prozent im Minus. Damit verliert der Index die 25.000er-Marke wieder aus dem Blick, was den nächsten Stimmungsdämpfer für die ohnehin schon zurückhaltenden Investoren bedeutete.
Die US-Börsen waren wegen eines Feiertages geschlossen, dennoch kamen von dort belastende Signale. Der geöffnete Terminmarkt signalisierte weiter fallende Aktienkurse in New York.
Andreas Lipkow von CMC Markets sagte dazu: „Die kurzzeitige Erholung am Freitag entpuppt sich damit zumindest zum Start in die neue Woche als Strohfeuer“. Diese Entwicklung habe dann auch dem Dax am Nachmittag die Richtung gegeben, die der Markt zuvor noch weitgehend impulslos gesucht hatte.
Zyklische Titel und Finanzwerte im Fokus
Alles in allem sorgten die Feiertage in den USA und Asien in Frankfurt für einen insgesamt eher dünnen Handel. Auch potenzielle Impulse durch makroökonomische Daten oder Unternehmensmeldungen blieben rar gesät. Gefragt waren zyklische Titel wie die Aktie von Heidelberg Materials, zudem rückte der Finanzsektor nach einer längeren Durststrecke wieder in den Fokus der Investoren.
Deutsche Bank und Commerzbank befanden sich auf der Gewinnerseite. Nach unten gezogen wurde der Dax vom Schwergewicht Siemens, wo die Gewinnmitnahmen nach den beeindruckenden Geschäftszahlen auch am Montag anhielten.
Künstliche Intelligenz als Einflussfaktor an den Märkten
Das Thema Künstliche Intelligenz blieb trotz der spärlichen Handelsaktivitäten ein klarer Einflussfaktor. Die Aktien einiger kleiner Finanzdienstleister wie Flatexdegiro gaben wegen der Furcht vor einer disruptiven Welle im Bereich der Vermögensverwaltung nach. Die Angst vor potenziellen massiven Veränderungen in vielen wirtschaftlichen Sektoren schwappt von Woche zu Woche in neue Segmente über. Nach der Softwarebranche hatte es zuletzt die Logistik- und Finanzdienstleister getroffen.
Dabei gibt es aber auch Gewinner, die als Dienstleister im Bereich KI auftreten und von vollen Auftragsbüchern profitieren können. Dazu gehören hierzulande die Aktien von Siemens, Siemens Energy, Hochtief und Heidelberger Materials.
Am Devisenmarkt war die europäische Gemeinschaftswährung am Montagnachmittag etwas schwächer: Ein Euro kostete 1,1854 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8436 Euro zu haben.
Der Goldpreis ließ deutlich nach: Am Nachmittag wurden für eine Feinunze 4.988 US-Dollar gezahlt, ein Minus von 1,1 Prozent. Das entspricht einem Preis von 135,29 Euro pro Gramm.
Der Ölpreis stieg dagegen deutlich: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Montagnachmittag gegen 17 Uhr deutscher Zeit 68,47 US-Dollar, das waren 72 Cent oder 1,1 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.
✨ mit KI bearbeitet