Auf der Münchner Sicherheitskonferenz hat Chinas Außenminister Wang Yi die Stärkung der Vereinten Nationen und des Multilateralismus gefordert und damit der zuvor geäußerten Kritik seines US-Amtskollegen Marco Rubio widersprochen. Wang warnte vor einer Rückkehr zu einem System, in dem das „Recht des Stärkeren“ gelte, und rief zu mehr internationaler Zusammenarbeit und Dialog auf.
Appell für Multilateralismus und stärkere UN
Wang Yi hat auf der Münchner Sicherheitskonferenz die internationale Gemeinschaft dazu aufgerufen, die Vereinten Nationen zu stärken und den Multilateralismus zu fördern. Er sagte am Samstag, dass die Welt am Scheideweg stehe und die Menschheit vor der Herausforderung stehe, künftigen Frieden und positive Entwicklungen zu sichern. Wang ergänzte, dass China eine globale Initiative vorgestellt habe, um ein gerechteres internationales System zu entwickeln.
Wang sagte weiter, dass die UN trotz ihrer Unvollkommenheiten das beste internationale Instrument sei, um Frieden und Zusammenarbeit zu fördern. Er warnte davor, dass ohne die UN die Welt zu einem System zurückkehren könnte, in dem „das Recht des Stärkeren“ dominiere. Die internationale Zusammenarbeit sei notwendig, um Vertrauen wiederherzustellen und globale Probleme zu lösen. Unterschiede zwischen den Ländern sollten durch Dialog und Zusammenarbeit überwunden werden, um einen gemeinsamen Nenner zu finden.
Kritik aus den USA an den Vereinten Nationen
Damit widersprach der chinesische Außenminister seinem US-Amtskollegen und direktem Vorredner Marco Rubio. Der US-Außenminister hatte kurz zuvor auf derselben Bühne die UN scharf kritisiert. Die UN habe „keine Rolle“ bei der Lösung von Konflikten gespielt. Man müsse die internationalen Organisationen nicht komplett abschaffen, aber umbauen, sagte Rubio.
Warnung vor weiterer globaler Teilung
Wang sagte derweil, dass China und Europa eine lange Tradition der Zusammenarbeit hätten und gemeinsam an einer „multipolaren und friedlichen Welt“ arbeiten sollten. Er warnte vor einer weiteren Teilung der Welt und forderte alle Länder auf, zusammenzuarbeiten, um eine „positive Zukunft“ zu gestalten.
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