Nach dem Bahn-Sicherheitsgipfel hat CDU-Innenexperte Alexander Throm die geplante Ausstattung von Zugbegleitern mit Bodycams ausdrücklich begrüßt. Während die Unionsfraktion auf moderne Technik und eine Reform des Bundespolizeigesetzes setzt, fordert die Linke mehr öffentliche Mittel für die Bahn und ein Umsteuern bei den Bonuszahlungen an den Bahn-Vorstand.
Union setzt auf KI-gestützte Videotechnik und Gesetzesreform
Der CDU-Innenexperte Alexander Throm hat nach dem Bahn-Sicherheitsgipfel die geplante Ausstattung der Zugbegleiter mit Bodycams begrüßt. „KI-gestützte Videotechnik kann Gefahrensituationen frühzeitig erkennen und den Einsatzkräften entscheidende Minuten verschaffen“, sagte der innenpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion der „Rheinischen Post“ (Samstagsausgabe).
Voraussetzung dafür sei auch eine Modernisierung des Bundespolizeigesetzes, das sich gerade im parlamentarischen Verfahren befindet. „Sicherheit darf nicht an veralteten Regelungen scheitern“, sagte Throm. „Mehr Personal ist wichtig, aber allein darauf zu setzen reicht nicht aus – und ist vielerorts schlicht nicht umsetzbar“, sagte Throm. Der Bahngipfel am Freitag hatte sich unter anderem darauf geeinigt, allen Zugbegleitern das freiwillige Tragen von Bodycams zu ermöglichen.
Linke fordert mehr Geld für Bahn und weniger Boni
Die Linke fordert unterdessen mehr öffentliche Haushaltsmittel für die Bahn und geringere Boni für den Bahn-Vorstand. „Sicherheit im Bahnverkehr ist eine öffentliche Aufgabe. Wenn Bund und Länder mehr Sicherheit wollen, müssen sie das auch finanzieren, dauerhaft und planbar“, sagte die Linken-Fraktionsvize Clara Bünger der „Rheinischen Post“.
„Und die Bahn muss bei sich selbst anfangen: Schluss mit Bonuslogik an der Bahn-Spitze, Investitionen gehören in Personal, Ausbildung und Schutzkonzepte“, sagte die innenpolitische Sprecherin der Linken. Der Bahn-Gipfel hatte am Freitag einen Sieben-Punkte-Plan für mehr Sicherheit in den Zügen beschlossen.
✨ mit KI bearbeitet