Der Dax ist am Donnerstag mit Kursgewinnen in den Handel gestartet. Der deutsche Leitindex lag am Morgen klar im Plus, während Anleger nach Einschätzung von Marktbeobachtern weiterhin zahlreiche, teils widersprüchliche Impulse verarbeiten müssen. Gleichzeitig zeigten Unternehmenszahlen und Konjunkturdaten in Europa und den USA ein gemischtes Bild.
Der Dax wurde am Donnerstagmorgen gegen 9:30 Uhr mit rund 25.081 Punkten berechnet und notierte damit 0,9 Prozent über dem Schlussniveau vom Vortag. An der Spitze der Kursliste rangierten Siemens, die Commerzbank, die Deutsche Telekom und Continental, am Ende Symrise und Mercedes Benz.
Unternehmenszahlen und Dividendendruck
Der Autobauer Mercedes Benz hat im abgelaufenen Geschäftsjahr einen deutlichen Gewinneinbruch verzeichnet, wie er am Donnerstag mitteilte. In der Folge soll die Dividende gekürzt werden.
„Fülle an gegensätzlichen Impulsen“ für Anleger
„Die Anleger werden weiterhin mit einer Fülle an gegensätzlichen Impulsen konfrontiert“, kommentierte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst von CMC Markets, am Donnerstag. Bei den am Mittwoch veröffentlichten US-Arbeitsmarktdaten müsse man sehr tief in die Details gehen, um ein stimmiges Gesamtbild der US-Wirtschaft zu erhalten, so Lipkow. „Die Arbeitsmarktdaten lagen zwar deutlich über den Erwartungen, dennoch kam es in der jüngsten Vergangenheit regelmäßig zu Revidierungen, die im Nachgang dann ein komplett anderes Bild zeigten. Angesichts dessen dürften die heute anstehenden Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe an Bedeutung gewinnen“, erklärte der Analyst CMC Markets zufolge.
In Europa deute sich eine Stabilisierung auf niedrigem konjunkturellem Niveau an, erklärte Lipkow weiter. „Dies zeigt sich in vielen Quartalszahlen wie den gestrigen von Siemens Energy und der Commerzbank und auch den heute bereits vorgelegten Zahlen von Siemens. Dennoch bleibt die große Abhängigkeit von den Volkswirtschaften in China und den USA essenziell. Zudem sind die Rüstungsausgaben der EU ein bedeutender zusätzlicher Treiber für diese wirtschaftliche Stabilisierung“, so der Chef-Marktanalyst von CMC Markets.
Währungen und Rohstoffe im Überblick
Die europäische Gemeinschaftswährung war am Donnerstagmorgen etwas stärker: Ein Euro kostete 1,1880 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8418 Euro zu haben.
Der Ölpreis stieg unterdessen: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Donnerstagmorgen gegen 9 Uhr deutscher Zeit 69,65 US-Dollar, das waren 25 Cent oder 0,4 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.
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