Im vergangenen Jahr sind bei Jägern und Sportschützen bundesweit fast 50.000 Waffen und Waffenteile als gestohlen oder vermisst gemeldet worden. Das geht aus neuen Zahlen des Bundesinnenministeriums (BMI) hervor, über die die „Bild“ (Donnerstagsausgabe) berichtet. Demnach ist die Zahl der registrierten Waffen im Nationalen Waffenregister (NWR) gestiegen, ebenso die Zahl der als verschwunden erfassten Stücke. Die Polizei reagiert besorgt auf die Entwicklung.
Zehntausende Waffen im Nationalen Waffenregister als verschwunden erfasst
Laut „Bild“-Bericht unter Berufung auf das Bundesinnenministerium waren im Nationalen Waffenregister Ende 2025 genau 5.537.407 Waffen und Waffenteile registriert. Das entspricht einem Anstieg um 3,8 Prozent gegenüber 2024.
Ende 2025 waren den Angaben zufolge 48.579 Waffen und Waffenteile als gestohlen oder verschwunden gemeldet. Davon gelten genau 9.058 Waffen und 324 Waffenteile, insgesamt also 9.382, als gestohlen. Weitere 38.277 Waffen und 920 Waffenteile, insgesamt 39.197, wurden als verloren gemeldet. Nach den von der „Bild“ zitierten BMI-Zahlen bedeutet dies einen Anstieg um 148 Prozent seit 2019.
Polizeigewerkschaft spricht von „Schwerkriminellen“
Manuel Ostermann, Vizechef der Bundespolizeigewerkschaft, reagiert in der „Bild“ besorgt auf die Entwicklung. Er sagte der Zeitung: „Die Tatsache, dass mehr als 9.000 Waffen als gestohlen gemeldet worden sind, ist erschreckend.“ Der Polizei-Experte sieht hier „skrupellose Kriminelle“ am Werk.
Ostermann weiter: „Wer Schusswaffen stiehlt, scheut vor nichts zurück: Er bricht in Privathäuser ein, knackt Panzerschränke und stiehlt scharfe Waffen. Das sind Schwerkriminelle.“ Zu den weiteren Wegen der verschwundenen Waffen sagte Ostermann in der „Bild“: „Sie landen wahrscheinlich auf dem Schwarzmarkt und von dort in den Händen skrupelloser Krimineller.“
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