Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) plant ein neues Primärversorgungssystem, um die Patientensteuerung im Gesundheitswesen zu verbessern. Im Mittelpunkt stehen eine bessere Nutzung der Arztzeit, mehr Lenkung der Patientinnen und Patienten sowie mögliche finanzielle Anreize und Gebühren. Ein Gesetzentwurf soll noch in diesem Jahr vorgelegt werden, erste spürbare Veränderungen für Patienten erwartet Warken für 2028.
Mehr Steuerung in der Patientenversorgung
Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) will zur besseren Steuerung der Patientenversorgung ein Primärversorgungssystem einführen. „Wir müssen die vorhandene Zeit der Ärzte besser nutzen. Dazu braucht es mehr Steuerung im System“, sagte sie dem „Handelsblatt“ (Donnerstagausgabe).
Finanzielle Anreize und Gebühren möglich
Zur Durchsetzung eines solchen Systems schließt Warken auch finanzielle Steuerungsinstrumente nicht aus. „Dennoch brauchen wir wahrscheinlich ein Steuerungselement, wenn sich Patienten nicht an den vorgegebenen Weg halten wollen: etwa eine Gebühr, wenn Patienten ohne Überweisung in die Praxis kommen, oder einen Bonus, wenn sie es tun“, sagte sie dem „Handelsblatt“.
Gesetzentwurf und Zeitplan bis 2028
Einen Gesetzentwurf will das Ministerium nach den Worten von Warken noch in diesem Jahr vorlegen. „Wir erarbeiten das Konzept für ein Primärversorgungssystem derzeit mit Akteuren aus dem Gesundheitssystem und werden im Sommer einen Entwurf vorlegen“, sagte Warken dem „Handelsblatt“. Für Patienten soll sich die Reform gemeinsam mit der Digitalisierungsstrategie schrittweise bemerkbar machen. „Dann kann man das System nach und nach umstellen – 2028 wird es für Patienten zu den ersten spürbaren Veränderungen kommen“, sagte sie dem „Handelsblatt“.
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