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Startseite Deutschland & die WeltSPD und Jusos fordern strengere Plattformregeln statt Social-Media-Verboten
Deutschland & die Welt

SPD und Jusos fordern strengere Plattformregeln statt Social-Media-Verboten

von Hasepost Redaktion 10. Februar 2026
von Hasepost Redaktion 10. Februar 2026
Junge Leute mit Smartphone (Archiv) / via dts Nachrichtenagentur
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SPD und Jusos sprechen sich in der Debatte um eine Altersgrenze für die Nutzung sozialer Medien gegen Verbote für Minderjährige aus. Stattdessen verlangen sie eine strengere Regulierung der Plattformbetreiber, mehr Medienbildung und bessere Beratungsangebote. Auch die SPD-Bundestagsfraktion lehnt pauschale Social-Media-Verbote für Kinder und Jugendliche ab und fordert mehr Verantwortung der Unternehmen und Stärkung der Nutzerrechte.

SPD und Jusos gegen Nutzungsverbote für Minderjährige

In der Debatte um eine Altersgrenze für den Zugriff auf soziale Medien haben sich SPD und Jusos klar gegen Nutzungsverbote für Minderjährige positioniert. Stattdessen müssten die Plattformbetreiber stärker in die Pflicht genommen werden, forderten sie.
„Viele junge Menschen empfinden Social Media als Belastung – und die Plattformen kalkulieren das ein“, sagte Philipp Türmer, Juso-Chef, dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (RND). Risiken und mögliche Schäden würden von den Betreibern in Kauf genommen, „weil Aufmerksamkeit Profit bringt“, erklärte der Vorsitzende der SPD-Jugendorganisation. „Deshalb erwarten wir als Jusos vor allem konsequentes Handeln bei der Plattformregulierung“, so Türmer gegenüber dem RND.

Forderung nach konsequenter Durchsetzung des Digital Service Act

Türmer verwies auf die Entlassung von „Faktencheckern“ bei Facebook, den missbräuchlichen Einsatz von KI-Bots für „sexuelle digitale Gewalt“ bei Elons Musks X sowie auf „undurchsichtige“ Algorithmen bei Tiktok. Mit Blick darauf forderte der Juso-Chef: „Der europäische Digital Service Act muss endlich wirksam durchgesetzt werden, mit klaren Zuständigkeiten, spürbaren Sanktionen und echter Transparenz bei Algorithmen und Moderation“, so Türmer im RND-Interview.
Gleichzeitig reiche es nach seinen Worten nicht aus, allein auf eine Maßnahme zu setzen. „Es braucht neben der konsequenten DSA-Anwendung auch einen Ausbau digitaler Bildung sowie niedrigschwellige Beratungs- und Meldestrukturen“, sagte er dem RND.

SPD-Bundestagsfraktion: Mehr Verantwortung für Plattformen

Auch die SPD-Bundestagsfraktion lehnt Social-Media-Verbote allein für Minderjährige ab. „Soziale Plattformen können süchtig machen und tragen zur Radikalisierung von Menschen bei“, sagte Carmen Wegge, rechtspolitische Sprecherin der SPD, dem RND. Pauschale Verbote für junge Menschen oder eine Klarnamenpflicht gingen deshalb am Kern des Problems vorbei, so Wegge.
„Wir müssen die Plattformen in die Pflicht nehmen und die Verbraucher stärken. Das bedeutet zum Beispiel, selbst entscheiden zu können, was der Algorithmus einem anzeigt“, erklärte die Sozialdemokratin dem RND. „Außerdem brauchen wir Medienbildung nicht nur für junge Menschen, sondern für alle Altersklassen.“

Expertenkommission der Bundesregierung und Debatte in der CDU

Die Bundesregierung hat zur Vorbereitung weiterer Schritte bereits eine Expertenkommission für „Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt“ eingesetzt. Das Gremium aus Wissenschaftlern und Praktikern soll bis zum Sommer Empfehlungen erarbeiten.
Im Vorfeld ihres Bundesparteitags Ende Februar hat allerdings auch in der CDU eine Debatte über Social-Media-Verbote für Kinder begonnen. So hatte der CDU-Landesverband Schleswig-Holstein einen Antrag zum Parteitag gestellt, der ein „gesetzliches Mindestalter von 16 Jahren für offene Plattformen“ mit verpflichtender Altersüberprüfung fordert. Zuvor hatten sich auch Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) und der Bundesdrogenbeauftragte Hendrik Streeck (CDU) für verschiedene Schutzmaßnahmen ausgesprochen.

✨ mit KI bearbeitet

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Hasepost Redaktion

Die HASEPOST-Redaktion liefert täglich aktuelle Nachrichten für Osnabrück und die Region. Dieser Artikel basiert auf Basismaterial der dts Nachrichtenagentur, das – sofern gekennzeichnet – durch KI bearbeitet wurde. Der Artikel wurde von unserer Redaktion geprüft, inhaltlich bearbeitet und gegebenenfalls um lokale Aspekte oder weiterführende Informationen aus anderen Quellen ergänzt.

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