Rückblick auf Battle-Rap-Zeit
Nils Wehowsky, wie der 35-Jährige bürgerlich heißt, war einst unter dem Künstlernamen Finch Asozial bekannt geworden und wurde für seine teils frauenfeindlichen und gewaltverherrlichenden Texte unter anderem von der Frauenrechtsorganisation Terre de Femmes kritisiert. „Das waren Zeilen aus meiner Battle-Rap-Zeit, die eindeutig zu doll waren“, sagte er dem „Spiegel“.
„Die Leute haben Videos hochgeladen, mich einen Sexisten und Hurensohn genannt. Und das alles nur, weil ich Kunst gemacht habe“, erinnert er sich an die Zeit, wie er dem „Spiegel“ schilderte. Mittlerweile kann Wehowsky dennoch nachvollziehen, dass Frauen, die diese Texte hörten, das Gefühl hatten, von einem Sexisten angegriffen zu werden. „Damals habe ich einfach noch nicht so weit gedacht“, sagte er dem „Spiegel“.
Mehrere Zeilen, darunter „Eine Frau bleibt auf Ewigkeit ein Gegenstand“, rappt Finch, der seinen Beinamen „Asozial“ abgelegt hat, inzwischen nicht mehr.
Erfolg und öffentliche Positionierung
Finch ist einer der bekanntesten Rapper aus dem Osten Deutschlands und laut „Spiegel“ enorm erfolgreich: Knapp 3,5 Millionen Menschen hören jeden Monat seine Songs bei Spotify, zuletzt gewann er die „1Live Krone“ als „Bester Live Act“.
Vor wenigen Monaten ging er mit einem Video viral, das ihn dabei zeigte, wie er einen Fan von seinem Konzert warf – weil dieser laut Finch „Frauen angepackt“ habe, berichtete der „Spiegel“. Ihm gehe es in einem solchen Fall „nicht um Gratismut, sondern um die Botschaft: Wenn ich so was sehe, schreiten wir ein. Punkt. Bei meinen Konzerten dulde ich so ein Verhalten nicht.“ Außerdem, so Wehowsky gegenüber dem „Spiegel“: „Wer Frauen wirklich anfasst, hat in meiner Welt keine Daseinsberechtigung.“
✨ mit KI bearbeitet