Gewerkschaften haben die Pläne der Bundesregierung zur Änderung des Arbeitszeitgesetzes scharf attackiert und Proteste sowie Streiks in Aussicht gestellt. Führende Vertreter von Verdi und der IG Bauen-Agrar-Umwelt warnen vor einer massiven Verschlechterung der Arbeitsbedingungen und sehen die Gesundheit der Beschäftigten gefährdet.
Scharfe Kritik an Plänen der Bundesregierung
Die Gewerkschaften kritisieren die Pläne der Bundesregierung zur Änderung des Arbeitszeitgesetzes scharf und drohen mit Protesten und Streiks.
Frank Werneke</em, Bundesvorsitzender der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi, sagte der "Bild": "Wir sind bereit, für den Erhalt des Arbeitszeitgesetzes zu kämpfen – in den Betrieben und auf der Straße. Durch die Pläne der Bundesregierung würde den Arbeitgebern gesetzlich ein Freibrief ausgestellt, um aus jetzt schon immer stärker belasteten und überlasteten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern das Letzte rauszuholen – ohne Rücksicht auf die Gesundheit der Beschäftigten."
Warnung vor Folgen für Arbeitnehmer
Robert Feiger</em, Bundesvorsitzender der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt, ist ebenfalls gegen Änderungen am Arbeitszeitgesetz. Der "Bild" sagte Feiger: "Der Acht-Stunden-Tag ist kein Relikt vergangener Zeiten, sondern ein Grundpfeiler sozialer Gerechtigkeit. Wer daran rüttelt, riskiert Chaos statt Fortschritt."
Eine Aufweichung bringe nach seinen Worten Nachteile vor allem für Beschäftigte ohne Tarifbindung. „Für sie hieße das: längere Arbeitstage, weniger Erholung, mehr Druck“, sagte Feiger der „Bild“.