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Home Ehemaliger „Titanic“-Chef und „Die Partei“-Gründer: Martin Sonneborn besucht Osnabrücker Schule

Ehemaliger „Titanic“-Chef und „Die Partei“-Gründer: Martin Sonneborn besucht Osnabrücker Schule

by Hannah Meiners 27. Januar 2026
by Hannah Meiners 27. Januar 2026
HASEPOST Redaktion
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Am 16. Januar ist die Aula der Ursulaschule voll. Schülerinnen und Schüler der Oberstufe sowie viele Lehrerinnen und Lehrer wollen hören, was ein bekannter ehemaliger Schüler zu sagen hat: Martin Sonneborn. Als ehemaliger Chefredakteur der Titanic und Gründer von „Die Partei“ ist er Journalist, Politiker und – vielleicht vor allem – Satiriker.

„Etwas verkatert, zu spät und schlecht vorbereitet“

Schulleiterin Daniela Boßmeyer-Hoffmann ist begeistert: „So viel Interesse an einem Gast der Schule gab es seit Jahren nicht: Herzlich Willkommen Martin Sonneborn!“ Auch Sonneborn freut sich an seiner Schule zu sein. Entstanden ist der Besuch, als er privat über den Schulhof schlenderte und sich an Schulzeiten erinnerte. Da entdeckten ihn zwei Schüler und baten um ein Foto – und die Schulleitung lud den prominenten Ursula-Absolventen ein. Sonneborn schwelgt in Erinnerungen. „Ich erinnere mich heute gut an mein Biologie-Abi. Da war ich auch etwas verkatert, zu spät und schlecht vorbereitet – wie heute!“, scherzt er zu Beginn. Doch dann wird er ernster: „Ich habe zwar ein schlechtes Abi, aber auch viele Werte von der Ursulaschule mitgenommen!“

Ist Satire ein politischer Stil?

Sonneborn hält einen Vortrag über seine Arbeit als Chefredakteur der Titanic und Aktionen von „Die Partei“. Immer wieder entlockt er den Schülerinnen und Schülern, Lehrerinnen und Lehrern ein Lachen oder ein beschämtes Schmunzeln. Er erklärt: „Die Partei ist nicht so sehr an Wahlergebnissen interessiert, daher sind wir freier.“ Er zeigt Wahlplakate aus den vergangenen Jahren und sagt selbst: „Die sind satirisch, ehrlich und geschmacklos!“

Wahlplakat "Die Partei"

In seinem Vortrag zeigt Sonneborn den Oberstufenschülern der Ursulaschule echte Wahlplakate von „Die Partei“ – hier geht es mehr um Satire, also echten Wahlkampf. / Foto: Laura Hilgert

So werden auch seine Intention und die Intention, die er mit dem Magazin Titanic und „Die Partei“ verfolgt deutlich: Hier geht es nicht um Realpolitik. Es geht darum zu provozieren und den anderen Parteien Fehler und Missstände in der Gesellschaft aufzuzeigen.

Schüler stellen interessiert Fragen

Nach dem Vortrag dürfen die Schülerinnen und Schüler Fragen stellen. Sie wollen dabei dem Verständnis von Satire in der Politik und der politischen Position Sonneborns mehr auf die Spur kommen. So lautet eine Frage: Welche Tabus gibt es im politischen Kontext? Sonneborn bedankt sich für die spannende Frage und stellt klar: „Bei Titanic haben wir früher bewusst Tabus gesucht und diese ausgereizt, beispielsweise mit Hitler-Witzen. Heute ist das schwieriger, denn die Gesellschaft hat sich einfach verändert. Es gibt schneller mehr Kritik.“ Er wird auch gefragt, ob er sich mehr Satire in der Politik Wünsche. Daraufhin antwortet er deutlich: Nein! „Wir haben wenig fachlich kompetente Politiker aktuell, da hilft Satire auch nicht – und außerdem ist das unser Alleinstellungsmerkmal von ‚Die Partei‘!

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Hannah Meiners

Hannah Meiners ist seit dem Dezember 2023 als Redakteurin im Team der Hasepost.

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