Der sagenhafte Bürgerpark in Wellingholzhausen wird weiterentwickelt: Mit Unterstützung der LEADER-Förderung entstanden in den vergangenen beiden Jahren neue Kunstwerke, die regionale Sagen sichtbar, erlebbar und für alle Generationen zugänglich machen.
Ziel: Bürgerpark als kulturellen Treffpunkt, Erholungsraum und touristisches Ausflugsziel
„Ziel des Projekts ist es, den im Herzen des Beutlingsdorfes gelegenen Bürgerpark als kulturellen Treffpunkt, Erholungsraum und touristisches Ausflugsziel weiter zu stärken“, erläuterte Ortsbürgermeisterin Susanne Unnerstall bei einem Ortstermin, an dem auch die beteiligten Künstler Franz Brune und Bernd Obernüfemann, der Vorsitzende des Heimat- und Verschönerungsvereins Wellingholzhausen, Friedrich Göcking, und Bürgerbüroleiterin Lisa Meyer zu Halingdorf teilnahmen.
Drei Kunstinstallationen
Im Rahmen des Projekts wurden insgesamt drei Kunstwerke installiert. Bereits 2024 entstanden die Rankhilfe zur Sagenskulptur „Der Spuk an den Dreieinigkeitsbuchen“ von Bernd Obernüfemann sowie die Skulptur zur Sage „Das angebrannte Tuch“ von Franz Brune – und im Jahr 2025 war es abermals Bernd Obernüfemann, der die Skulptur zur Sage „Der lateinische Spruch“ schuf. Die Kunstwerke wurden inzwischen aufgestellt und fügen sich harmonisch in den Bürgerpark ein und greifen lokale Erzähltraditionen auf.
Teilfinanzierung der LEADER-Förderung
„Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf 12.563,20 Euro“, erläuterte Bürgerbüroleiterin Lisa Meyer zu Halingdorf. Davon seien 7.537,92 Euro über die LEADER-Förderung bereitgestellt worden. Die Stadt Melle habe sich mit einer Ko-Finanzierung in Höhe von 1.884,48 Euro beteiligt, während sich der Eigenanteil aus dem Budget Dorfentwicklung auf 5.025,28 Euro belaufen habe. Durch diese Förderkulisse sei die nachhaltige Weiterentwicklung des Bürgerparks erst möglich geworden.
Traditionspflege der Sagen
„Während der Projektumsetzung fand ein intensiver Netzwerk- und Erfahrungsaustausch mit dem Heimat- und Verschönerungsverein Wellingholzhausen statt, der bereits erfolgreich mit regionalen Künstlern im Bürgerpark zusammengearbeitet hat“, erläuterte Ortsbürgermeisterin Susanne Unnerstall. Hauptziel: Die Installation weiterer Kunstwerke, die zusätzliche regionale Sagen aufgreifen und den Park thematisch erweitern.
Das Projekt hebt nach Angaben von Susanne Unnerstall und Lisa Meyer zu Halingdorf auf mehrere Ziele der Regionalentwicklung ab: Im Handlungsfeld „Förderung von Kultur zwischen Tradition und Innovation“ trägt es zur Traditionspflege bei und bewahrt das Wissen um die Sagen von Wellingholzhausen und seinen Ortsteilen. Die Sagen werden über Kunstwerke lebendig vermittelt, sind vor Ort nachlesbar und zusätzlich innovativ per Audiocode abrufbar.
Maßnahmen auch zur Steigerung der Aufenthaltsqualität und der touristischen Attraktivität
Im Handlungsfeld „Erhalt und Entwicklung lebendiger Ortskerne“ wird der Bürgerpark als zentraler Treffpunkt und Begegnungsort weiterentwickelt. Die Maßnahmen steigern die Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum, der bereits vielfältig genutzt wird – etwa für Theater im Park, Yoga-Kurse, Picknicks, Familien- und Kulturfeste, „Welling rockt“ oder Konzerte der Heimatkapelle.
Darüber hinaus unterstützt das Projekt das Handlungsfeld „Innovative Tourismus- und Freizeitangebote“. Der sagenhafte Bürgerpark wird als regionsspezifisches Erlebnis- und Bildungsangebot ausgebaut und um weitere regionale Sagen ergänzt. Damit werden Natur- und Naherholung gefördert und die touristische Attraktivität des Parks weiter gesteigert.
Handlungsfeldübergreifend soll der Bekanntheitsgrad des sagenhaften Bürgerparks und des Stadtteils Wellingholzhausen als attraktives Tourismus- und Freizeitangebot erhöht werden. Gleichzeitig leistet das Projekt einen Beitrag zur Stärkung des Images der öffentlichen Hand und zur Pflege der örtlichen Gemeinschaft.
Regionale Kultur, ehrenamtliches Engagement und innovative Ideen
Mit der LEADER-Förderung am Beispiel des sagenhaften Bürgerparks in Wellingholzhausen wird deutlich: Regionale Kultur, ehrenamtliches Engagement und innovative Ideen können gemeinsam dazu beitragen, Orte lebendig, identitätsstiftend und zukunftsfähig zu gestalten.
Übrigens: Unmittelbar nach Abschluss der Maßnahmen wird eine umfassende Öffentlichkeitsarbeit durchgeführt. So werden die neuen Kunstwerke auf der Homepage und auf den Social-Media-Kanälen der Stadt Melle, in der digitalen Tourist-Information, in lokalen Medien sowie über die DorfFunkApp vorgestellt und beworben.
Bildunterschrift zum Titelild: Freuen sich über die LEADER-Förderung der Kunstprojekte: (von links) Franz Brune, Bernd Obernüfemann, Friedrich Göcking, Friedrich Göcking, Lisa Meyer zu Halingdorf und Susanne Unnerstall. Foto: Stadt Melle
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