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Startseite Deutschland & die WeltNRW-Arbeitgeber fordern radikale Gesundheitsreform mit mehr Eigenbeteiligung
Deutschland & die Welt

NRW-Arbeitgeber fordern radikale Gesundheitsreform mit mehr Eigenbeteiligung

von mit Material von dts Nachrichtenagentur, bearbeitet 7. November 2025
von mit Material von dts Nachrichtenagentur, bearbeitet 7. November 2025
Arztpraxis für Allgemeinmedizin (Archiv) / via dts Nachrichtenagentur
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Die Arbeitgeberverbände in NRW fordern eine radikale Reform des Gesundheitswesens, um den Beitragsanstieg zu stoppen. Hauptgeschäftsführer Johannes Pöttering von Unternehmer NRW plädiert für mehr Eigenverantwortung der Versicherten, eine Debatte über die beitragsfreie Mitversicherung von Ehepartnern sowie höhere Eigenbeteiligungen.

Mehr Eigenverantwortung und Debatte über Mitversicherung

Johannes Pöttering, Hauptgeschäftsführer der Landesvereinigung der Unternehmensverbände (Unternehmer NRW), sagte der „Rheinischen Post“ (Freitag): „Wir werden nicht umhin kommen, das System auf mehr Eigenverantwortung auszurichten. Deshalb halte ich den Vorstoß für richtig, eine ernsthafte Debatte über die Abschaffung der beitragsfreien Mitversicherung von Ehepartnern außerhalb der Elternzeit zu führen“.

Praxisgebühr und höhere Zuzahlungen

Zudem fordert er die Wiedereinführung der Praxisgebühr und höhere Zuzahlungen für Medikamente: „Auch kostendämpfend wirkende Instrumente wie die Einführung von Kontaktgebühren bei Arztbesuchen oder mehr Eigenbeteiligung der Versicherten bei Arzneimitteln dürfen kein Tabu sein“, so Pöttering. Derzeit liegt der Mindestbetrag bei Zuzahlungen bei fünf Euro, der Höchstbetrag bei zehn Euro. „Gemäß der Preissteigerung zwischen 2004 und 2025 ergäbe sich eine Anhebung der Beträge auf 7,50 Euro beziehungsweise 15,00 Euro“, heißt es in einem Positionspapier der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA).

Warnung vor steigenden Sozialabgaben

Der Verbandschef mahnte: „Angesichts der massiven Finanzierungsprobleme der gesetzlichen Krankenversicherung brauchen wir hier endlich eine ehrliche Debatte. Ohne ein echtes Gegensteuern laufen wir allein in der gesetzlichen Krankenversicherung auf einen Beitragssatz von 20 Prozent zu“, so Pöttering. „Wenn wir dann noch die zu erwartenden Beitragserhöhungen bei Renten- und Arbeitslosenversicherungen hinzuzählen, wird die Sozialabgabenquote in zehn Jahren an der 50-Prozent-Marke kratzen.“

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mit Material von dts Nachrichtenagentur, bearbeitet

Dieser Artikel wurde mit Material der Nachrichtenagentur dts erstellt, kann jedoch durch unsere Redaktion ergänzt oder aktualisiert worden sein.

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