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Startseite Deutschland & die WeltMachtmissbrauch in Kliniken: Ärztinnen gehen, Patientensicherheit leidet
Deutschland & die Welt

Machtmissbrauch in Kliniken: Ärztinnen gehen, Patientensicherheit leidet

von mit Material von dts Nachrichtenagentur, bearbeitet 15. Oktober 2025
von mit Material von dts Nachrichtenagentur, bearbeitet 15. Oktober 2025
Foto: dts
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Die Vorsitzende des Marburger Bundes zieht eine alarmierende Bilanz zur Führungskultur in deutschen Krankenhäusern. Machtmissbrauch, Willkür und autoritäres Verhalten seien in vielen Kliniken strukturell verankert und bremsten insbesondere weibliche Karrieren aus, was am Ende die Patientensicherheit gefährde. Anlass sind Ergebnisse einer Umfrage des Hamburger Landesverbands des Marburger Bundes.

Susanne Johna erklärte: „Viele Ärztinnen kehren dem System frustriert den Rücken“, sagte Johna dem Fachdienst „Tagesspiegel Background Gesundheit“. Die „toxische Arbeitsumgebung“ bremse insbesondere weibliche Karrieren aus und gefährde am Ende die Patientensicherheit.

Umfrage als Anlass

Anlass der Kritik ist eine Umfrage des Hamburger Landesverbands des Marburger Bundes, in der Ärzte von Machtmissbrauch und autoritärem Führungsstil berichteten. „Ich bin der festen Überzeugung, dass, würden wir die Umfrage in anderen Teilen Deutschlands machen, leider genau solche oder ähnliche Ergebnisse herauskämen“, sagte Johna. Es handele sich nicht um Einzelfälle: „Was die Ärztinnen erleben – ich sage bewusst Ärztinnen, denn in der Mehrheit sind es Frauen – beruht auf strukturellen Problemen.“ Der Marburger Bund plane deshalb eine bundesweite Mitgliederbefragung zu Machtmissbrauch, Diskriminierung und Führungskultur, deren Ergebnisse im Frühjahr 2026 vorgestellt werden sollen.

Hierarchien und Abhängigkeiten

Johna sieht die Ursachen auch in der stark hierarchischen Struktur der Kliniken: Die jungen Kollegen seien vollständig abhängig von ihrem Chef. Oft würden Weiterbildung und Arbeitsalltag nach Vorlieben und Launen entschieden. „Wenn sich jemand unbeliebt macht bei dem Weiterbilder, dann wird diese Person vielleicht nicht eingeteilt in einen Funktionsbereich, den sie erlernen möchte und auch muss.“ Wer sich anpasse, um Konflikte zu vermeiden, lerne über die Jahre, zu schweigen – „auch da, wo man sprechen sollte“. Das schade letztlich auch den Patienten: Wenn alle lernen, dass sie besser den Mund halten, dann sei das schlecht – auch für die Patienten.

Obwohl zwei Drittel der Medizinstudierenden in Deutschland weiblich sind, bleibe die Spitze männlich dominiert. „Bei den leitenden Positionen, Chefarztpositionen, erst recht W3-Professuren, machen die Frauen nur etwa 16 Prozent aus. Und das bedeutet im Umkehrschluss, dass zu 84 Prozent auch heute noch Männer bestimmen, was gelehrt und wie ausgebildet wird – und am Ende auch, wie behandelt wird“, sagte Johna. Frauen hätten es im System schwerer, weil die Weiterbildungszeit mit der Familiengründungsphase zusammenfalle. „Perfide ist, dass einige Führungspersonen diesen Umstand den Frauen zum Vorwurf machen und als Karrierekiller legitimieren“, so Johna. Sie berichtete aus eigener Erfahrung: „Als ich mit meinem ersten Kind schwanger war, da sagte mein Chef: `Ach schade, ich dachte, aus Ihnen wird mal was.`“

Positiv hob Johna jene Chefärzte hervor, „die ihre Führungsrolle reflektieren und positiv gestalten“. Doch insgesamt bleibe die Veränderung schwierig. „Am Ende kehren viele Frauen dem System frustriert den Rücken“, so Johna. Die Kliniken könnten es sich aber nicht leisten, hochqualifiziertes Personal zu verlieren. „In der Wirtschaft wird längst in Strukturen und Programme investiert, um die klugen Köpfe zu halten. Das ist im Krankenhaus alles noch nicht richtig angekommen.“

Forderungen an Institutionen

Johna forderte Arbeitgeber, Ärztekammern und Länder auf, gegenzusteuern. „Die Ärztekammern können nicht nur Rügen aussprechen bei Fehlverhalten, sondern auch Weiterbildungsbefugnisse entziehen“, sagte sie. Die Länder könnten bei der Krankenhausreform jene Häuser bevorzugen, „die Mitarbeiterförderprogramme haben und Antidiskriminierungskampagnen initiieren“. Eine gesetzliche Regelung sei nicht nötig: „Wir haben bereits ein Antidiskriminierungsgesetz, dieses Schwert könnte man im Extremfall ziehen.“ Vielmehr fehle vielerorts das Bewusstsein.

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mit Material von dts Nachrichtenagentur, bearbeitet

Dieser Artikel wurde mit Material der Nachrichtenagentur dts erstellt, kann jedoch durch unsere Redaktion ergänzt oder aktualisiert worden sein.

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