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Startseite Deutschland & die WeltDer Teufel steckt im Detail: Das deutsche Glücksspielrecht
Deutschland & die Welt

Der Teufel steckt im Detail: Das deutsche Glücksspielrecht

von Redaktion Hasepost 12. September 2025
von Redaktion Hasepost 12. September 2025
Symbolbild: Glücksspiel
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Eigentlich sollten seit der Neuregelung des Glücksspielrechts in Deutschland im Sommer 2021 alle Fragen rund ums erlaubte Zocken geklärt sein. Doch obwohl der Gesetzgeber alle Karten auf den Tisch gelegt hat, sind noch immer diverse Feinheiten zu beachten.

Prinzipiell gilt erstmals flächendeckend, dass Online-Casinos und speziell Online-Poker zugelassen sind. Bis dahin waren die virtuellen Spielbanken in Deutschland mit Ausnahme von Schleswig-Holstein verboten, während die Europäische Union sie längst legalisiert hatte, sofern sie eine Lizenz aus einem der Mitgliedsländer erhalten hatten.

Der neue Glücksspielstaatsvertrag der Länder sieht ebenfalls zwingend vor, dass Online-Casinos in Deutschland lizensiert sind. Um eine entsprechende Genehmigung zu erhalten, sind unter anderem strikte Voraussetzungen zu erfüllen, was Liquidität, Jugendschutz, Suchtprävention und Datensicherheit angeht. Online-Sportwettenanbieter werden ebenfalls gründlich durchleuchtet, ehe sie eine Genehmigung erhalten. Auf der regelmäßig auf den neuesten Stand gebrachten Whitelist der Glücksspielbehörde lässt sich kontrollieren, dass tatsächlich auf einer erlaubten Seite gezockt wird. Ein Blick in das jeweilige Impressum gibt ebenfalls Aufschluss auf den amtlichen Firmensitz und die an den Standort gebundene Lizenzvergabe.

Die jeweiligen Spieleangebote, Ausschüttungsquoten, Willkommensboni und alle neuen online Casinos lassen sich über Vergleichswebseiten einsehen. Dabei sollte wie überall im Online-Handel auf das Kleingedruckte geachtet werden. Unterschiede bei den Ein- und Auszahlungen oder zeitliche Begrenzungen sowie andere Einschränkungen bei Freispielen können sich nämlich schnell bemerkbar machen.

Da innerhalb des EU-Raumes verschiedene Regelungen fürs Glücksspiel und den Umfang der erlaubten Games und Wetten bestehen, kann es auch sein, dass über ein Angebot gestolpert wird, das der deutsche Gesetzgeber nicht erlaubt. In der Bundesrepublik sind unter anderem Tipps auf den Amateurfußball nicht erlaubt. So mancher ausländische Online-Buchmacher hat dennoch Wetten auf deutsche Amateure im Angebot, die allerdings nur für Kunden aus dem Ausland gedacht sind. Deutsche Zocker dürfen darauf nicht setzen.

Unterschiede gibt es auch bei den Live-Wetten. Zwar können Zocker in der Bundesrepublik zum Beispiel auf Ergebnisse zur Halbzeit wetten, aber prinzipiell darf nach dem Anpfiff keine Wette mehr abgeschlossen werden. Das dient unter anderem dazu, Sportwettenbetrug zu verhindern. Gekaufte Spieler oder Schiedsrichter hatten in den vergangenen Jahrzehnten vor allem in der 2. Liga mehrfach zu Skandalen geführt.

Wetten, die nur noch am Rande etwas mit dem Sport zu tun haben, sind nicht mehr zugelassen. Während in etlichen Ländern noch immer skurrile Tipps zu finden sind, sind in Deutschland Wetten auf Beißattacken wie dermaleinst bei der Weltmeisterschaft 2014 und der Europameisterschaft 2016 oder auf einen singenden Papst verpönt. Einzig auf die sportlichen Leistungen dürfen die Tipper setzen.

Strenge Richtlinien sind auch für den Spielerschutz vorhanden. Damit das Zocken nicht ausartet und im persönlichen Ruin endet, dürfen maximal pro Monat 1000 Euro für jegliche Art von Online-Glücksspiel eingesetzt werden, ob das nun Samstagslotto, Fußballwetten oder Slotspiele sind. Zocker können auch von vorherein darunter liegende Limits auf ihren Kundenkontos festlegen.

Die Einsätze im Online-Casino sind prinzipiell sehr niedrig gehalten, so dass es für normale Freizeitzocker schwierig ist, an diese Grenzen zu kommen. Wer hingegen durch sein Spielgebaren oder sehr häufige Besuche von einem Software-Algorithmus registriert wird, muss mit der Eintragung in eine bundesweit geltende Sperrdatei rechnen. Damit soll einer möglichen Spielsucht so schnell wie möglich vorgebeugt werden. Der Gesetzgeber schreibt zudem einen deutlich sichtbaren Panik-Button vor, mit dem ein Zocker sekundenschnell eine 24 Stunden geltende Eigensperre auslösen kann.

Dem Jugendschutz kommt ebenfalls eine hohe Priorität zu, Bevor ein Zocker ein Kundenkonto einrichten kann, muss er seine Identität und Volljährigkeit gründlich bewiesen haben.

 Eine eigens für die Überwachung des Online-Glücksspiels eingerichtete Aufsichtsbehörde in Sachsen-Anhalt ist sowohl für die Kontrolle wie auch für die Bearbeitung von Beschwerden zuständig.

Für den deutschen Säckel bedeutet die Legalisierung einen stetigen Einnahmefluss. Da sämtliche Steuern und Abgaben ausschließlich an das lizenzgebende Land fließen, sind dem Finanzamt bis zum Sommer 2021 Steuern auf die Beträge entgangen, die von deutschen Zockern im unregulierten Markt umgesetzt wurden. Seit der Neuregelung wächst der Umsatz stetig. Im vergangenen Jahr wurde er bundesweit auf rund 3,3 Milliarden Euro prognostiziert. Bis zum Jahr 2027 soll sich die Summe auf rund 6,42 Milliarden Euro erhöhen.

Die neue Rechtssicherheit ist dabei einer der wichtigsten Faktoren. Allerdings ist dabei seitens der Zocker die Sorgfaltspflicht geblieben. Webseiten aus Drittländern sind nicht nur verboten, sie bergen mit Pech auch noch andere Gefahren als nur auf der falschen Seite des Gesetzes zu spielen. Daten- und Identitätsdiebstahl sind Teil der Risiken. Manche Seiten werden auch zur Geldwäsche genutzt. Selbst wenn keiner dieser Fälle eintritt, besitzen die deutschen Kunden dennoch keinerlei Rechtssicherheit. Die Rahmenbedingungen mögen verlockender klingen und die Jackpots Millionenbeträge versprechen. Einklagbar sind diese jedoch nicht, und mit Pech gibt es sogar strafrechtliche Konsequenzen.

Wer sich hingegen an die Regeln hält, was sowohl das Zocken wie auch die gesetzlichen Rahmenbedingungen angeht, hat von vornherein die besseren Karten.

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Redaktion Hasepost

Dieser Artikel entstand innerhalb der Redaktion und ist deshalb keinem Redakteur direkt zuzuordnen. Sofern externes Material genutzt wurde (bspw. aus Pressemeldungen oder von Dritten), finden Sie eine Quellenangabe unterhalb des Artikels.

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