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Startseite Deutschland & die WeltÖkonom: Pflegeversicherung überlastet, Vermögen einsetzen, Ausgaben kürzen
Deutschland & die Welt

Ökonom: Pflegeversicherung überlastet, Vermögen einsetzen, Ausgaben kürzen

von mit Material von dts Nachrichtenagentur, bearbeitet 1. September 2025
von mit Material von dts Nachrichtenagentur, bearbeitet 1. September 2025
Martin Werding / Foto: dts
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Ökonom Martin Werding kritisiert die Ausweitung der Pflegeversicherung und warnt vor finanziellen Grenzen, insbesondere mit Blick auf die Babyboomer-Generation. Er plädiert dafür, Vermögen zur Finanzierung von Pflege einzusetzen, und sieht keinen maßgeblichen Beitrag sehr Wohlhabender zur Schließung der Finanzierungslücken. Gleichzeitig fordert er Einsparungen bei Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung.

Kritik an Leistungsausweitung

Ökonom Martin Werding bemängelt die Entwicklung der Pflegeversicherung. „Die Pflegeversicherung war als Teilversicherung konzipiert, aber die Politik hat viele Leistungen draufgepackt“, sagte er dem „Stern“. Die ließen sich aber nicht mehr finanzieren – vor allem, wenn die Babyboomer ins Pflegealter kommen.

Vermögen für Pflegekosten, keine Angst vor Verarmung

Für die Pflege müsse auch das Vermögen der Menschen eingesetzt werden. Mitglied im Sachverständigenrat für Wirtschaft Martin Werding sagte dem „Stern“: „Ich verstehe, dass Menschen ihr Vermögen vererben wollen. Aber dafür muss wirklich nicht der Staat sorgen.“ Für arme Senioren gebe es Sozialhilfeleistungen, die Härten abfedern. „Es droht keine massenhafte Verarmung durch Pflege“, sagte Werding dem „Stern“.

Umverteilung und Beitrag der Reichen

Grundsätzlich werde bei der Diskussion über die Finanzierung des Sozialstaats zu viel über die Armen gesprochen, sagte Werding. „Eigentlich betreffen die meisten Änderungen eher Menschen, die Besitzstände haben und nicht alles vom Staat abgefedert bekommen müssen. Der Umverteilungscharakter im deutschen Sozialstaat ist nicht so groß, wie oft angenommen“, sagte Werding dem „Stern“. Der Ökonom sieht zudem nicht viel Potenzial darin, Reiche mehr zur Finanzierung des Sozialstaats beitragen zu lassen. „Die Reichen können die Milliardenlöcher in den Sozialversicherungen nicht stopfen“, sagte er dem „Stern“. Hochverdiener zahlten bereits viel in die Systeme. „Und selbst wenn sie mehr zahlten, würde das nicht reichen.“ Man müsse deswegen vor allem die Ausgaben für Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung senken.

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mit Material von dts Nachrichtenagentur, bearbeitet

Dieser Artikel wurde mit Material der Nachrichtenagentur dts erstellt, kann jedoch durch unsere Redaktion ergänzt oder aktualisiert worden sein.

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