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Startseite Deutschland & die WeltGewerbesteuer 2024: Kommunen nehmen 75,3 Milliarden Euro ein
Deutschland & die Welt

Gewerbesteuer 2024: Kommunen nehmen 75,3 Milliarden Euro ein

von mit Material von dts Nachrichtenagentur, bearbeitet 21. August 2025
von mit Material von dts Nachrichtenagentur, bearbeitet 21. August 2025
Finanzamt / Foto: dts
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Die Gemeinden in Deutschland haben 2024 einen neuen Rekord bei den Gewerbesteuereinnahmen erzielt: rund 75,3 Milliarden Euro, ein Plus von 0,2 Milliarden Euro beziehungsweise 0,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Donnerstag mitteilte. Mehr als die Hälfte der Bundesländer verzeichnete dennoch Rückgänge, während einzelne Länder und Bremen deutlich zulegten. Insgesamt nahmen die Gemeinden aus Realsteuern rund 91,4 Milliarden Euro ein.

Rekord bei der Gewerbesteuer

Die Gewerbesteuereinnahmen stiegen nach einem Rückgang im ersten Corona-Jahr 2020 bereits in den Jahren 2021 bis 2023 auf neue Höchststände seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 1991. Daran knüpften die Kommunen 2024 mit 75,3 Milliarden Euro an, was einem Zuwachs von rund 0,2 Milliarden Euro oder 0,2 Prozent zum Vorjahr entspricht, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Donnerstag mitteilte.

Entwicklung in den Ländern

Unter den Flächenländern verzeichneten Mecklenburg-Vorpommern mit +9,8 Prozent und Rheinland-Pfalz mit +9,0 Prozent die höchsten Anstiege bei den Gewerbesteuereinnahmen. Bei den Stadtstaaten hatte nur Bremen einen Zuwachs in Höhe von +13,5 Prozent. Dennoch verzeichnete mehr als die Hälfte der Bundesländer gegenüber dem Vorjahr rückläufige Gewerbesteuereinnahmen: Unter den Flächenländern allen voran Sachsen-Anhalt mit -9,9 Prozent, gefolgt von Saarland und Thüringen mit jeweils -5,0 Prozent. Bei den Stadtstaaten verbuchten Hamburg mit -9,3 Prozent und Berlin mit -3,2 Prozent Rückgänge.

Grundsteuer und Hebesätze

Die Einnahmen der Gemeinden aus der Grundsteuer A, die auf das Vermögen der land- und forstwirtschaftlichen Betriebe erhoben wird, betrugen 2024 insgesamt 0,4 Milliarden Euro, ein Anstieg um 2,9 Prozent zum Vorjahr. Aus der Grundsteuer B, die auf Grundstücke außerhalb der Land- und Forstwirtschaft erhoben wird, nahmen die Gemeinden 2024 insgesamt 15,6 Milliarden Euro ein, das war ein Plus von 3,8 Prozent. Seit 1. Januar 2025 wird die Grundsteuer auf Basis reformierter Regeln und neu festgesetzter Hebesätze erhoben. Hintergrund ist die sogenannte Länderöffnungsklausel bei der Grundsteuer, die im Rahmen der Grundsteuerreform eingeführt wurde und von der inzwischen einige Bundesländer Gebrauch gemacht haben.

Insgesamt erzielten die Gemeinden in Deutschland 2024 Einnahmen aus den Realsteuern, das heißt aus Grund- und Gewerbesteuer, von rund 91,4 Milliarden Euro. Gegenüber 2023 war dies ein Anstieg um 0,8 Milliarden Euro beziehungsweise 0,8 Prozent. Die von den Gemeinden festgesetzten Hebesätze zur Gewerbesteuer sowie zur Grundsteuer A und B entscheiden maßgeblich über die Höhe ihrer Realsteuereinnahmen. 2024 lag der durchschnittliche Hebesatz aller Gemeinden in Deutschland für die Gewerbesteuer bei 409 Prozent und damit zwei Prozentpunkte über dem Vorjahreswert. Bei der Grundsteuer A stieg der durchschnittliche Hebesatz gegenüber 2023 um sieben Prozentpunkte auf 362 Prozent. Der durchschnittliche Hebesatz der Grundsteuer B erhöhte sich im selben Zeitraum um 13 Prozentpunkte auf 506 Prozent.

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mit Material von dts Nachrichtenagentur, bearbeitet

Dieser Artikel wurde mit Material der Nachrichtenagentur dts erstellt, kann jedoch durch unsere Redaktion ergänzt oder aktualisiert worden sein.

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