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Startseite Deutschland & die WeltFertighaus-Neubau sinkt weniger stark als konventioneller Bau
Deutschland & die Welt

Fertighaus-Neubau sinkt weniger stark als konventioneller Bau

von mit Material von dts Nachrichtenagentur, bearbeitet 28. Juli 2025
von mit Material von dts Nachrichtenagentur, bearbeitet 28. Juli 2025
Baukran (Archiv) / via dts Nachrichtenagentur
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Die Baukonjunktur in Deutschland bleibt weiterhin schwach und beeinflusst den Wohnungsbau aus Fertigteilen – allerdings weniger stark als den konventionellen Neubau. Im Jahr 2024 sank die Zahl der fertiggestellten Wohngebäude im Fertigteilbau um 15,5 Prozent auf rund 16.900, teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) am Montag mit. Besonders betroffen sind Einfamilien-Fertighäuser und Zweifamilienhäuser, während es bei Wohnheimen im Fertigteilbau deutliche Zuwächse gab.

Rückgänge bei Ein- und Zweifamilienhäusern

Nach Angaben von Statistisches Bundesamt (Destatis) wurden 2024 insgesamt 16.900 Wohngebäude im Fertigteilbau errichtet, 15,5 Prozent weniger als im Vorjahr. Deutliche Rückgänge verzeichneten insbesondere neue Einfamilien-Fertighäuser, deren Zahl um 14,9 Prozent auf 14.300 sank. Damit wurden weniger Einfamilien-Fertighäuser als 2024 zuletzt vor zehn Jahren errichtet (2014: 14.100 Fertigstellungen). Auch bei Wohngebäuden mit zwei Wohnungen in Fertigteilbauweise gab es ein Minus von 24,2 Prozent im Vergleich zu 2023, mit insgesamt rund 1.700 fertiggestellten Gebäuden.

Im Bereich der Wohngebäude in Fertigteilbauweise mit mindestens drei Wohnungen fiel der Rückgang mit 4,9 Prozent auf 720 Gebäude etwas moderater aus. Im konventionellen Neubau wurden 2024 rund 59.200 Wohngebäude errichtet – das bedeutet einen Rückgang von 23,0 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Fertigteilbau bleibt bedeutend

Trotz der Rückgänge ist das Bauen mit Fertigteilen weiterhin relevant: Im Jahr 2024 war mehr als jedes fünfte (22,2 Prozent) fertiggestellte Wohngebäude ein vorgefertigtes Haus aus der Fabrik. Laut Statistisches Bundesamt (Destatis) wird das Bauen aus Fertigteilen angesichts erhöhter Baukosten möglicherweise als günstigere und zeitsparende Alternative diskutiert.

Im Segment der Einfamilienhäuser machten Fertighäuser mit 85,1 Prozent den größten Anteil aus. In konventioneller Bauweise wurden im gleichen Zeitraum rund 40.100 Einfamilienhäuser gebaut, 24,3 Prozent weniger als im Vorjahr und der niedrigste Wert seit der Wiedervereinigung (2023: 53.000).

Auch bei Zwei- und Mehrfamilienhäusern zeigte sich die schwache Baukonjunktur: Im konventionellen Neubau wurden 2024 etwa 7.100 Zweifamilienhäuser fertiggestellt, ein Minus von 26,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Zahl der konventionell gebauten Gebäude mit mindestens drei Wohnungen sank um 15,4 Prozent auf rund 11.900 Fertigstellungen.

Plus bei Wohnheimen, Preisentwicklung und Bauherrenstruktur

Ein gegenteiliger Trend zeigte sich bei Wohnheimen in Fertigteilbauweise: 2024 wurden 60 Wohnheime errichtet – ein Anstieg um 53,8 Prozent gegenüber 2023. Im konventionellen Bau wurden dagegen rund 100 Wohnheime fertiggestellt, 11,6 Prozent weniger als im Vorjahr.

Die Bauherren im Bereich des Fertigteilbaus waren 2024 überwiegend private Haushalte, die mit 90,9 Prozent den größten Anteil stellten. Es folgten Unternehmen mit 7,9 Prozent und öffentliche Träger inklusive Organisationen ohne Erwerbszweck mit 1,1 Prozent.

Die Baupreise für Einfamilien-Fertighäuser stiegen 2024 um 0,5 Prozent im Vergleich zum Jahresdurchschnitt 2023. Im selben Zeitraum lag der Baupreisindex für Wohngebäude in konventioneller Bauart bei plus 2,9 Prozent. Im Zehnjahresvergleich verteuerte sich der Bau von Einfamilien-Fertighäusern um 62,2 Prozent, während konventionelle Wohngebäude 67,5 Prozent teurer wurden.

Alle Zahlen und Zitate stammen vom Statistischen Bundesamt (Destatis).

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mit Material von dts Nachrichtenagentur, bearbeitet

Dieser Artikel wurde mit Material der Nachrichtenagentur dts erstellt, kann jedoch durch unsere Redaktion ergänzt oder aktualisiert worden sein.

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