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Startseite Deutschland & die WeltDiakonie warnt vor Abschiebungen nach unsicherem Syrien
Deutschland & die Welt

Diakonie warnt vor Abschiebungen nach unsicherem Syrien

von mit Material von dts Nachrichtenagentur, bearbeitet 27. Juli 2025
von mit Material von dts Nachrichtenagentur, bearbeitet 27. Juli 2025
Foto: dts
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Der Direktor der Diakonie Katastrophenhilfe, Martin Keßler, hat sich entschieden gegen die Forderung gestellt, straffällige Syrer aus Deutschland in ihr Heimatland abzuschieben. Keßler verweist insbesondere auf die instabile Sicherheitslage in Syrien und betont die humanitären Risiken von Abschiebungen.

Kritik an Abschiebungen nach Syrien

Direktor Martin Keßler von der Diakonie Katastrophenhilfe hat sich im Gespräch mit dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Sonntagausgaben) gegen Abschiebungen von Syrern aus Deutschland ausgesprochen. „Grundsätzlich sehen wir Abschiebungen kritisch, besonders wenn es um Länder mit humanitären Krisen geht“, sagte Keßler zum Abschluss einer Reise durch Syrien.

Unsichere Lage und humanitäre Bedenken

Nach Angaben von Keßler ist die Sicherheitslage in Syrien zu volatil, um Abschiebungen verantworten zu können. „In Syrien halte ich die Sicherheitslage für zu volatil, um Menschen dorthin abzuschieben. Erst vor wenigen Tagen ist es in Suwaida im Süden zu Kämpfen mit hunderten Toten gekommen. Davor gab es in der Küstenregion schwere Zusammenstöße.“ Der syrische Staat sei noch schwach und nicht in der Lage, überall Verantwortung zu übernehmen. „Auch aus humanitärer Sicht verbieten sich Abschiebungen“, betonte Keßler gegenüber dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“.

Überlastete Rückkehrstrukturen

Laut Keßler sind seit dem Sturz des Assad-Regimes rund 1,7 Millionen Flüchtlinge nach Syrien zurückgekehrt, davon etwa eine halbe Million aus dem Ausland. Die ohnehin marode Infrastruktur sei bereits völlig überlastet. „Schon jetzt ist die marode Infrastruktur völlig überlastet“, so Keßler. Er plädierte dafür, die Lebensbedingungen in Syrien so zu verbessern, dass eine würdige Rückkehr möglich ist. „Man müsse eher darauf hinarbeiten, dass die Lebensbedingungen in Syrien so werden, dass die Menschen mit Würde zurückkehren können. Wenn die Bedingungen entsprechend sind, werden viele Syrer freiwillig zurückkehren“, sagte der Direktor der Diakonie Katastrophenhilfe dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“.

Die Diakonie Katastrophenhilfe ist das humanitäre Hilfswerk der Evangelischen Kirchen in Deutschland und engagiert sich unter anderem in Syrien.

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mit Material von dts Nachrichtenagentur, bearbeitet

Dieser Artikel wurde mit Material der Nachrichtenagentur dts erstellt, kann jedoch durch unsere Redaktion ergänzt oder aktualisiert worden sein.

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