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Startseite Deutschland & die WeltIsraels Ex-Premier Olmert fordert sofortiges Kriegsende in Gaza
Deutschland & die Welt

Israels Ex-Premier Olmert fordert sofortiges Kriegsende in Gaza

von mit Material von dts Nachrichtenagentur, bearbeitet 24. Juli 2025
von mit Material von dts Nachrichtenagentur, bearbeitet 24. Juli 2025
Foto: dts
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Der frühere israelische Premierminister Ehud Olmert hat die Kriegsführung seines Nachfolgers Benjamin Netanjahu im Gazastreifen scharf kritisiert. In einem Interview mit dem „Spiegel“ forderte Olmert ein sofortiges Ende der Kämpfe und warf Netanjahu vor, den Krieg aus persönlichen politischen Interessen zu führen. Olmert sieht Israels militärische Ziele als erreicht an und warnt vor weiteren internationalen Konsequenzen.

Olmert fordert sofortiges Kriegsende

Ehud Olmert, früherer israelischer Premierminister, hat sich entschieden gegen die aktuelle Kriegsführung im Gazastreifen ausgesprochen. In einem Interview mit dem „Spiegel“ sagte Olmert: „Es reicht, wir haben genug getötet, wir haben genug zerstört.“ Aus seiner Sicht habe Israel seine militärischen Ziele längst erreicht – „spätestens mit der Tötung von Yahya Sinwar“, dem Hamas-Anführer in Gaza im Oktober 2024.

Olmert bezeichnete den anhaltenden Krieg als „nicht nur strategisch sinnlos, sondern ein illegitimer Krieg, der aus den persönlichen politischen Interessen des Premierministers geführt wird“. Er warf Premierminister Benjamin Netanjahu vor, „Verbrechen gegen den Staat Israel und das israelische Volk“ zu begehen, und forderte, ihn deshalb vor Gericht zu stellen – jedoch nicht in Den Haag, sondern in Israel.

Kritik am Bruch der Waffenruhe und Umgang mit Geiseln

Olmert äußerte weiter, Israel habe mit dem Bruch der Waffenruhe im März 2025 „die Zustimmung der internationalen Gemeinschaft verloren“ und damit „alle Legitimität eingebüßt“. In Gaza gebe es laut Olmert „viele Ereignisse, die man als Kriegsverbrechen verstehen kann“, so der Bericht des „Spiegel“.

Mit Blick auf den Umgang mit den von der Hamas entführten Geiseln kritisierte Olmert das israelische Vorgehen nach dem 7. Oktober 2023 als sowohl moralisches als auch sicherheitspolitisches Versagen. Damals seien 1.200 Menschen brutal ermordet und 251 entführt worden. Olmert sagte: „Aus Arroganz und Selbstgefälligkeit haben wir sie den Mördern ausgeliefert.“ Nach seiner Einschätzung habe Israel die Möglichkeit gehabt, sämtliche Geiseln noch vor Beginn der Bodenoffensive im Herbst auszutauschen: „Die Stimmung im Land hat es unmöglich gemacht, darüber nachzudenken.“

Warnung vor Plänen zur Emigration von Palästinensern

Olmert warnte zudem vor Plänen der israelischen Regierung, im Süden Gazas eine sogenannte „humanitäre Stadt“ zur späteren Emigration Hunderttausender Palästinenser zu errichten. Über diese Pläne sagte Olmert: „Das ist ein widerwärtiger Plan“, der an ein Konzentrationslager erinnere. Ein solcher Vorstoß sei „ein Verbrechen – oder mindestens die Anstiftung zu einem Verbrechen“.

Als einzige Lösung sieht Olmert eine internationale Übergangsverwaltung in Gaza und langfristig eine Zwei-Staaten-Regelung. Er erklärte: Nur wenn die Israelis „im Alltag spüren, welchen Schaden ihnen eine fehlende Lösung zufügt“, könne sich die Haltung im Land ändern. Außerdem erklärte Olmert mit Blick auf mögliche internationale Reaktionen, ein Boykott sei möglich: „Ich rufe zu nichts auf. Ich befürchte nur, dass es passieren wird.“ (Quelle: „Spiegel“)

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mit Material von dts Nachrichtenagentur, bearbeitet

Dieser Artikel wurde mit Material der Nachrichtenagentur dts erstellt, kann jedoch durch unsere Redaktion ergänzt oder aktualisiert worden sein.

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