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Startseite Deutschland & die WeltHessen lehnt EU-Pläne zur Börsenaufsicht in Paris ab
Deutschland & die Welt

Hessen lehnt EU-Pläne zur Börsenaufsicht in Paris ab

von mit Material von dts Nachrichtenagentur, bearbeitet 15. Juli 2025
von mit Material von dts Nachrichtenagentur, bearbeitet 15. Juli 2025
Frankfurter Börse am Börsenplatz in Frankfurt am Main / via dts Nachrichtenagentur
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Die hessische Landesregierung spricht sich gegen Pläne der Europäischen Union aus, die Aufsicht über die Frankfurter Börse an die europäische Wertpapieraufsichtsbehörde ESMA in Paris zu übertragen. Ministerpräsident Boris Rhein (CDU) und Wirtschaftsminister Kaweh Mansoori (SPD) betonen die Bedeutung einer dezentralen Kontrolle für den Finanzstandort Frankfurt und warnen vor negativen Folgen einer Zentralisierung.

Hessens Kritik an EU-Plänen zur Börsenaufsicht

Boris Rhein (CDU), Ministerpräsident, und Kaweh Mansoori (SPD), Wirtschaftsminister, stellten am Dienstag in Wiesbaden klar, dass sie eine Verlagerung der Aufsicht über die Frankfurter Börse zur europäischen Behörde ESMA nach Paris ablehnen. Nach Ansicht der Landesregierung würde eine solche Zentralisierung die Autonomie Hessens im Bereich der Börsenaufsicht einschränken und den Finanzplatz Frankfurt schwächen.

Warnung vor Zentralisierung und Bürokratie

Boris Rhein warnte ausdrücklich vor den Risiken einer Zentralisierung: „Gerade in wirtschaftlich stürmischen Zeiten brauchen wir eine dezentrale Kontrolle der Frankfurter Börse, die unsere Märkte kennt und blitzschnell reagiert“, erklärte Rhein am Dienstag in Wiesbaden laut Mitteilung der Landesregierung. Die geplante Übertragung der Kompetenzen an die ESMA nach Paris würde nach Ansicht der hessischen Landesregierung die Bürokratie erhöhen und die Wettbewerbsfähigkeit des Finanzplatzes Frankfurt beeinträchtigen.

Verweis auf das Subsidiaritätsprinzip

Wirtschaftsminister Kaweh Mansoori (SPD) betonte das Subsidiaritätsprinzip: „Entscheidungen müssen dort getroffen werden, wo sie am meisten bewirken“, erklärte Mansoori laut Landesregierung. Die hessische Aufsichtsbehörde kenne die spezifischen Besonderheiten des Finanzplatzes Frankfurt und habe über Jahrzehnte hinweg erfolgreich gearbeitet. Nach Einschätzung des Wirtschaftsministers würde eine Verlagerung der Aufsicht nach Paris die notwendige Fachkompetenz und Flexibilität gefährden.

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mit Material von dts Nachrichtenagentur, bearbeitet

Dieser Artikel wurde mit Material der Nachrichtenagentur dts erstellt, kann jedoch durch unsere Redaktion ergänzt oder aktualisiert worden sein.

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