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Startseite Deutschland & die WeltDrogentote in Deutschland: Junge Konsumenten und Mischkonsum steigen
Deutschland & die Welt

Drogentote in Deutschland: Junge Konsumenten und Mischkonsum steigen

von mit Material von dts Nachrichtenagentur, bearbeitet 7. Juli 2025
von mit Material von dts Nachrichtenagentur, bearbeitet 7. Juli 2025
Obdachloser in Photoautomat (Archiv) / via dts Nachrichtenagentur
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Im Jahr 2024 sind in Deutschland 2.137 Menschen an den Folgen ihres Konsums illegaler Drogen verstorben. Die Zahl lag laut Bundesregierung damit nur geringfügig unter dem Vorjahr und bleibt auf einem weiterhin sehr hohen Niveau. Besonders besorgniserregend ist der Anstieg der Todesfälle bei jungen Konsumenten sowie der zunehmende Mischkonsum und die Verbreitung synthetischer Opioide.

Hohe Zahl der Drogentoten bleibt bestehen

Nach Angaben von Hendrik Streeck, Beauftragter der Bundesregierung für Sucht- und Drogenfragen, starben 2024 insgesamt 2.137 Menschen in Deutschland an den Folgen des Konsums illegaler Drogen. Damit sei die Zahl der Todesfälle nur um 90 Fälle im Vergleich zum Vorjahr gesunken, was weiterhin ein sehr hoher Wert sei.

Anstieg bei jungen Konsumenten und neuen Substanzen

Laut Streeck zeichnet sich besonders bei jungen Konsumenten unter 30 Jahren ein besorgniserregender Anstieg der Todesfälle um 14 Prozent ab. Zudem gibt es laut den Angaben einen sprunghaften Zuwachs bei Todesfällen, die mit synthetischen Opioiden und neuen psychoaktiven Stoffen im Zusammenhang stehen. Die Zahl der Todesfälle, an denen andere neue psychoaktive Stoffe beteiligt waren, stieg um mehr als 70 Prozent auf 154. Außerdem wurde eine wachsende Zahl von Mischkonsumenten festgestellt. Die Dynamik auf dem Drogenmarkt nehme gefährlich Fahrt auf, so Streeck.

„Wir erleben eine quasi pandemische Dynamik, die wir schon kennen: Einzelne Ausbrüche, neue Substanzen, schnelle Verbreitung, lückenhafte Datenlage – und ein System, das zu träge ist, um rechtzeitig zu reagieren“, erklärte Streeck, wie von der Bundesregierung mitgeteilt. „Wenn wir nicht aufpassen, verschärft sich diese Entwicklung in wenigen Jahren zu einer Krise mit massiven gesundheitlichen und gesellschaftlichen Folgen.“

Zunahme von Mischkonsum und synthetischen Opioiden

Als besonders dramatisch wertet Streeck, dass im vergangenen Jahr bei Verstorbenen noch nie so viele unterschiedliche Substanzen toxikologisch nachgewiesen worden seien wie bislang. Noch nie sei Mischkonsum so prävalent gewesen, und noch nie seien synthetische Opioide wie etwa Fentanyl bei so vielen Todesfällen gefunden worden – 342 Fälle, was rund 16 Prozent entspricht. Die internationale Entwicklung, insbesondere in Nordamerika, bestätigt diese Tendenz laut den vorliegenden Erkenntnissen.

„Wir dürfen nicht dieselben Fehler machen wie bei der Pandemie: zu spät Daten erheben, zu spät reagieren, zu lange auf Sicht fahren“, mahnte Streeck laut Bundesregierung. „Wir brauchen ein systematisches, flächendeckendes Monitoring- und Warnsystem, das schnell erkennt, welche Substanzen auf dem Markt zirkulieren und wie ärztliches und sozialdienstliches Personal bestmöglich helfen können.“

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mit Material von dts Nachrichtenagentur, bearbeitet

Dieser Artikel wurde mit Material der Nachrichtenagentur dts erstellt, kann jedoch durch unsere Redaktion ergänzt oder aktualisiert worden sein.

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