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Startseite Deutschland & die WeltUmweltgifte erhöhen Risiko für Gedächtnisverlust und Parkinson
Deutschland & die Welt

Umweltgifte erhöhen Risiko für Gedächtnisverlust und Parkinson

von mit Material von dts Nachrichtenagentur, bearbeitet 29. Juni 2025
von mit Material von dts Nachrichtenagentur, bearbeitet 29. Juni 2025
Foto: dts
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Mediziner warnen vor einer bislang unterschätzten Umweltgefahr: Schon geringe Mengen von Schadstoffen können laut aktuellen Studien zu schleichendem Verlust von Gehirnzellen führen. Betroffene Menschen leiden unter Gedächtnisverlust oder motorischen Störungen. Experten sehen dabei nicht allein den Lebensstil und die Gene als Ursache, sondern weisen zunehmend auf die Rolle von Umweltgiften hin. Neue Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass die Gefahren bereits im Kindesalter beginnen.

Umweltgifte als Auslöser neurodegenerativer Erkrankungen

Bereits relativ niedrige Schadstoffmengen können das Gehirn nachhaltig schädigen. Ärztin Eva Schäffer von der Klinik für Neurologie am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein in Kiel erklärte dem Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“, dass neben Lebensstil und genetischer Veranlagung zunehmend Umweltgifte als entscheidende Auslöser für neurodegenerative Erkrankungen erkannt werden. „Es wird jedoch immer deutlicher, dass auch Umweltgifte eine entscheidende Rolle bei der Entstehung von neurodegenerativen Erkrankungen spielen können“, sagte Schäffer („Der Spiegel“).

Zusammenhang mit Pestiziden und Mikroplastik

US-Forscher berichten, dass Pestizide, wie sie etwa auf Golfplätzen eingesetzt werden, mit einer erhöhten Rate von Parkinson in Verbindung stehen. Bei dieser Erkrankung gehen bestimmte Nervenzellen, die für die Motorik zuständig sind, zugrunde. Eine weitere US-Studie weist darauf hin, dass Küstenbewohner häufiger über Probleme mit der Geisteskraft klagen. Die Untersuchung legt nahe, dass Mikroplastik aus dem Meer möglicherweise einen Einfluss auf die geistige Gesundheit hat.

Frühe Schäden im Kindesalter

Die aus Mexiko stammende Toxikologin Lilian Calderón-Garciduenas von der University of Montana in Missoula hat zahlreiche Studien in Mexiko-Stadt durchgeführt. Ihren Erkenntnissen zufolge führen selbst geringste Staubpartikel bereits bei Kindern und Jugendlichen zu typischen Gehirnveränderungen, wie sie sonst bei Parkinson oder Alzheimer auftreten. „Die Grundannahme, das Alter sei der Hauptfaktor für Neurodegeneration, lässt sich nicht mehr aufrechterhalten“, schreibt Calderón-Garciduenas in einem aktuellen Fachartikel. „Die Veränderungen beginnen früh im Kindesalter und sind irreversibel.“

Die Erklärung für diese frühen und gravierenden Effekte liegt laut Forschern darin, dass kleinste Partikel sowie fettlösliche Schadstoffe leichter als bisher angenommen die Blut-Hirn-Schranke überwinden und entlang von Nervenbahnen bis ins Gehirn gelangen können.

Weltweite Überschreitung der Schadstoff-Grenzwerte

Nach Schätzungen leben mehr als 90 Prozent der Menschen weltweit in Regionen, in denen die von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfohlenen Richtwerte für Luftschadstoffe überschritten werden.

Vor diesem Hintergrund empfiehlt Neurologin Schäffer im „Spiegel“, Obst und Gemüse vor dem Verzehr gründlich zu waschen. Zudem rät die Expertin zu einer ausgewogenen Ernährung und regelmäßiger Bewegung. Ein gesunder Lebensstil mache das Gehirn insgesamt wehrhafter, auch gegen Umweltschadstoffe.

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mit Material von dts Nachrichtenagentur, bearbeitet

Dieser Artikel wurde mit Material der Nachrichtenagentur dts erstellt, kann jedoch durch unsere Redaktion ergänzt oder aktualisiert worden sein.

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