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Startseite Deutschland & die WeltGüllner: Klingbeil schadet SPD mit Machtstreben und Fehlern
Deutschland & die Welt

Güllner: Klingbeil schadet SPD mit Machtstreben und Fehlern

von mit Material von dts Nachrichtenagentur, bearbeitet 27. Juni 2025
von mit Material von dts Nachrichtenagentur, bearbeitet 27. Juni 2025
Lars Klingbeil am 26.06.2025 / via dts Nachrichtenagentur
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Der Meinungsforscher Manfred Güllner schätzt SPD-Chef Lars Klingbeil als „begnadeten Machttechniker“ ein, äußert jedoch erhebliche Zweifel an dessen Chancen auf die Kanzlerschaft. In einem Gespräch mit dem „Tagesspiegel“ ordnete Güllner sowohl Klingbeils Beliebtheit als auch dessen Rolle bei der Entwicklung der SPD kritisch ein.

Skepsis gegenüber Kanzlerambitionen

Meinungsforscher Manfred Güllner, Chef des Meinungsforschungsinstituts Forsa, äußerte sich gegenüber dem „Tagesspiegel“ (Freitagsausgabe) zur politischen Perspektive des SPD-Vorsitzenden Lars Klingbeil. „Es sei sehr unwahrscheinlich, dass Herr Klingbeil eines Tages Kanzler wird“, sagte Güllner. Die SPD befinde sich in einer äußerst schwierigen Lage: „Die Ausgangslage für die SPD ist dramatisch schlecht, so schlecht wie noch nie. Seit der Bildung der großen Koalition sehe ich noch keinen Hinweis darauf, wie die SPD ihre Wählersubstanz vergrößern könnte. Im Gegenteil, sie verliert an Zuspruch.“

Beliebtheit und Kompetenz

Laut Güllner schneidet Klingbeil in der Politiker-Rangliste „relativ gut“ ab, reiche jedoch nicht an die Popularität von Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) heran. „Er hat im Volk eine gewisse Grundsympathie. Aber das ist zu wenig. Ihm müsste auch Kompetenz zugebilligt werden, um so politische Konturen zu entwickeln. Das fehlt alles noch, trotz seines neuen Amtes als Finanzminister“, erklärte Güllner dem „Tagesspiegel“.

Verantwortung für Wahlergebnis und Personalentscheidungen

Außerdem sieht Güllner eine erhebliche Mitverantwortung Klingbeils für das Ergebnis der SPD bei der Bundestagswahl im Februar. „Der Kanzlerkandidat Olaf Scholz war offenkundig die falsche Entscheidung. Jeder in- und außerhalb der SPD wusste das“, sagte Güllner. „Wenn es Klingbeil um die Kraft, ja um die Existenz der SPD gegangen wäre, hätte er Pistorius als Kanzlerkandidaten durchsetzen müssen.“ Dass am Ende Scholz Kandidat gewesen sei, habe Klingbeil zu verantworten. „Diese falsche Entscheidung hat die SPD mehrere Prozentpunkte gekostet, auf gut Deutsch: Klingbeil hat damit Macht verspielt“, zitierte der „Tagesspiegel“ den Forsa-Chef.

Auch die Positionierung der Co-Vorsitzenden Saskia Esken sieht Güllner kritisch: „Er dürfte Interesse an einer schwachen Kollegin gehabt haben. Das hat der SPD schwer geschadet.“ Den Wahlkampf der Partei bezeichnete Güllner als „miserabel“.

Vorwürfe der Machtsicherung

Laut Güllner hat Klingbeil aus eigenem Machtantrieb eine Kanzlerkandidatur von Pistorius verhindert. „Er wollte mit Pistorius keinen Konkurrenten, schob ihn beiseite, weil er die Chance sah, Alleinherrscher in der SPD zu werden. Sein persönliches Machtstreben war erfolgreich, der SPD hat es geschadet“, sagte der Meinungsforscher dem „Tagesspiegel“.

Mit Blick auf eine künftige Bundestagswahl äußerte Güllner, Pistorius sei „beliebt und erfolgreich“, Klingbeil hingegen „ein begnadeter Machttechniker“. Es sei offen, ob der SPD-Chef Pistorius als Kanzlerkandidat „zum Zuge kommen ließe“. Güllner abschließend: „Ich fürchte, Klingbeil wird die Kanzlerkandidatur nicht hergeben.“

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mit Material von dts Nachrichtenagentur, bearbeitet

Dieser Artikel wurde mit Material der Nachrichtenagentur dts erstellt, kann jedoch durch unsere Redaktion ergänzt oder aktualisiert worden sein.

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