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Startseite AktuellWarum der Osnabrücker Onlinehändler „Hertie“ den Wechselkurs für die D-Mark ändern musste
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Warum der Osnabrücker Onlinehändler „Hertie“ den Wechselkurs für die D-Mark ändern musste

von Heiko Pohlmann 1. November 2017
von Heiko Pohlmann 1. November 2017
Grafik: Hasepost.de
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Es klingt verrückt, aber weil der Osnabrücker Onlineversender Hertie im Rahmen einer Marketingaktion, bei der Kunden auch weiterhin mit alten D-Mark-Beständen bezahlen dürfen, zufällig einen bestimmten Wechselkurs wählte, sieht sich das Unternehmen mit Nazi-Vorwürfen konfrontiert.

Bereits seit August vergangenen Jahres bieten die Osnabrücker Onlineprofis, die sich den Markennamen „Hertie“ aus der Konkursmasse des Traditionskonzerns sicherten, den Einkauf mit der D-Mark an.

Ein guter Deal: 55 Euro für 100 DM

Die Idee, bislang in Sparschweinen schlummernde alte DM-Reserven für das Onlineshopping zu reaktivieren, hatte ein Azubi des Handelsunternehmens HDK. Damit der Umrechnungskurs auch einfach handhabbar ist, bot man den Kunden an, bei Bezahlung mit der guten alten Mark für 100 DM einen Betrag von 55 Euro gutzuschreiben. So ergab sich ein Wechselkurs von 1,8181 DM pro Euro, während die Bundesbank per Gesetz nur zum Kurs von 1,95583 DM pro Euro tauscht.

Günstiger Wechselkurs (1,8181) entschädigt für kompliziertes Tauschverfahren

Der etwas günstigere Wechselkurs soll für den Kunden auch das ein wenig komplizierte Verfahren attraktiv machen, erläuterte André Belhaouès, Auszubildender und Ideengeber der Aktion bei Hertie.de zu Beginn der Aktion im Sommer 2016. Der Kunde muss erst seine alten Bargeldbestände per Briefpost nach Osnabrück schicken, dann erhält er einen Gutschein über den entsprechenden Euro-Betrag, der dann zum Einkauf im Onlineportal eingesetzt werden kann.

Die bösen Ziffern „1“ und „8“

Doch wie es so häufig ist, gibt es immer auch Mitmenschen, die böse Ahnungen haben oder auch einfach nur Gespenster sehen (wollen). Bei Hertie waren es die Ziffern „1“ und „8“ im Umrechnungskurs. Ein bös-denkender Mitmensch dachte bei „1“ an den ersten Buchstaben im Alphabet und bei „8“ an den achten Buchstaben und schloss daraus, dass die Währung der alten Bundesrepublik hier irgendwie auf den Diktator des (nur unwesentlich kürzer als) tausendjährigen Reiches mit seinen Initialen gemeint sein müsse.

Welt und Focus berichten bundesweit

Die „Welt“ nahm zuerst Witterung auf und erkundigte sich bei den Osnabrücker Onlinehändlern ganz allgemein nach der D-Mark-Aktion – wie man dort meinte -, stellte dann aber die „Nazi-Geschichte“ in den Mittelpunkt eines Artikels, mit dem man „nicht glücklich“ sei, so ein Unternehmenssprecher auf Nachfrage gegenüber unserer Redaktion. Auch Focus-Online wurde auf das „irre Gerücht“ aufmerksam und schrieb die Geschichte der Kollegen ein wenig um.
Was die Onlinehändler mit dem Traditionsnahmen am meisten ärgert, dass die beiden „Qualitätsmedien“ den mutmaßlichen Urheber des Gerüchts auch namentlich nennen und ihm damit noch eine Plattform für seine wilde Verschwörungstheorie geben.

HERTIE hat jüdische Wurzeln

Die heutigen Inhaber des Traditionsnamens weisen auf die Unternehmensgeschichte des von der jüdischen Familie Tietz gegründeten Warenhauses hin. Aber was interessieren Fakten, wenn wegen ein paar Ziffern in einem Wechselkurs eine wilde Verschwörungstheorie in die Welt gesetzt werden kann?

Obwohl an der Geschichte mit den verfänglichen Ziffern nichts dran ist, profitiert zumindest der Kunde davon: Statt 55 Euro gibt es inzwischen 56 Euro für 100 DM.

 

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Heiko Pohlmann

Heiko Pohlmann gründete die HASEPOST 2014, basierend auf dem unter dem Titel "I-love-OS" seit 2011 erschienenen Tumbler-Blog. Die Ursprungsidee reicht auf das bereits 1996 gestartete Projekt "Loewenpudel.de" zurück. Direkte Durchwahl per Telefon: 0541/385984-11

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