HASEPOST ¦ Zeitung und aktuelle Nachrichten für Osnabrück
  • Osnabrück
  • Region Osnabrück
  • Deutschland & die Welt
  • Kultur
  • Sport
  • Meinung & Kolumne
.
Gartenabfallplätze der Stadt Osnabrück öffnen ab März wieder...
Schwerer Unfall bei Badbergen fordert drei Verletzte
So war die erste inklusive Ausbildungsmesse in Osnabrück
Gute Nachricht des Tages: Land Niedersachsen stärkt Theaterprojekte...
Keine Bombenräumung im Lokviertel Osnabrück am 15. März
Feuer an der Zapfsäule: Auto brennt auf A1-Rastanlage...
Trickdiebstahl, Einbruch und Paketklau beschäftigen Polizei in Osnabrück
Wieder bundesweite Warnstreiks im Nahverkehr – Osnabrück bleibt...
Professorin der Hochschule Osnabrück in Niedersachsens ersten Klimarat...
Baustelle am 26. Februar: Wildwuchs am Natruper-Tor-Wall in...
  • Impressum
  • Datenschutzerklärung
  • ✨ KI-Leitlinie
HASEPOST ¦ Zeitung und aktuelle Nachrichten für Osnabrück
  • Osnabrück
  • Region Osnabrück
  • Deutschland & die Welt
  • Kultur
  • Sport
  • Meinung & Kolumne
HASEPOST ¦ Zeitung und aktuelle Nachrichten für Osnabrück
HASEPOST ¦ Zeitung und aktuelle Nachrichten für Osnabrück
  • Osnabrück
  • Region Osnabrück
  • Deutschland & die Welt
  • Kultur
  • Sport
  • Meinung & Kolumne

© (1996) 2014 – 2026 osna.com GmbH
Impressum & Datenschutzerklärung.

Startseite Deutschland & die WeltJustizsenatorin: AfD-Verbot aktuell verfrüht und riskant
Deutschland & die Welt

Justizsenatorin: AfD-Verbot aktuell verfrüht und riskant

von mit Material von dts Nachrichtenagentur, bearbeitet 23. Juni 2025
von mit Material von dts Nachrichtenagentur, bearbeitet 23. Juni 2025
Protest gegen die AfD (Archiv) / via dts Nachrichtenagentur
15

Berlins Justizsenatorin Felor Badenberg (CDU) warnt vor vorschnellen Diskussionen über ein Verbot der AfD und bezeichnet die aktuelle Debatte als problematischen „Kurzschluss“. Sie betont, dass die juristischen Voraussetzungen für ein Parteiverbot derzeit nicht gegeben seien und ein solcher Schritt nur unter strengen Bedingungen geprüft werden dürfe.

Warnung vor Vermischung von Politik und Recht

Felor Badenberg (CDU), Justizsenatorin in Berlin, äußerte im Gespräch mit dem Tagesspiegel deutliche Kritik an der aktuellen Diskussion über ein mögliches AfD-Verbot. „Bei der Debatte über ein AfD-Verbot wird sehr oft die juristische mit der politischen Seite vermischt. Das ist aus meiner Sicht ein problematischer Kurzschluss“, sagte Badenberg dem Tagesspiegel. Sie warnte davor, ein Parteiverbot ohne gründliche juristische Prüfung zu diskutieren: „Diese Frage stellt sich aus meiner Sicht erst und nur dann, wenn die juristischen Voraussetzungen für ein Verbot vorliegen. Alles andere wäre unverantwortlich“, so Felor Badenberg.

Rechtliche Voraussetzungen noch nicht gegeben

Vor ihrem Amtsantritt als Justizsenatorin 2023 war Felor Badenberg Vize-Präsidentin des Bundesamtes für Verfassungsschutz und an der Einstufung der AfD als rechtsextremistischer Verdachtsfall beteiligt. Im Mai hatte das Bundesamt die Partei hochgestuft – zu gesichert extremistisch. Aufgrund einer Klage vor dem Verwaltungsgericht Köln ist das Verfahren derzeit jedoch ausgesetzt.

„Aktuell befinden wir uns in einem Stadium, in dem nicht einmal die Höherstufung zur gesichert rechtsextremistischen Bestrebung gerichtlich bestätigt ist“, erklärte Felor Badenberg dem Tagesspiegel. Sie erläuterte, dass es beim Verfassungsschutz ein dreistufiges System gebe: Prüffall, Verdachtsfall, gesicherter Extremismus. „Um ein Verbotsverfahren gegen eine Partei einzuleiten, muss darüber hinaus deren Verfassungsfeindlichkeit festgestellt werden. Aus juristischer Perspektive befinden wir uns momentan aufgrund der Stillhaltezusage des Verfassungsschutzes aber erst auf der zweiten Stufe“, sagte die Juristin. „Für ein Verbotsverfahren muss aber über den gesicherten Extremismus hinaus die Verfassungsfeindlichkeit der Partei gegeben sein. Daher ist es aktuell verfrüht, jetzt über die vierte Stufe zu diskutieren.“ Sie betonte, dass zunächst die Entscheidung des Verwaltungsgerichts Köln über die Höherstufung der AfD als gesichert rechtsextrem abgewartet werden müsse.

Hohe Hürden für ein Parteiverbot

Für eine Verfassungsfeindlichkeit müsse der AfD in Gänze nachgewiesen werden, dass sie bereit ist, die freiheitlich-demokratische Grundordnung massiv zu beeinträchtigen oder gar zu beseitigen. „Und dafür reichen einzelne relevante Äußerungen nicht aus“, sagte Felor Badenberg dem Tagesspiegel. „Ausschlaggebend sind nach Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts vor allem offizielle Stellungnahmen, etwa das Parteiprogramm oder Parteitagsbeschlüsse. Und wenn Sie sich diese anschauen, gibt es wenige Anhaltspunkte. Die AfD hat in den letzten Jahren dazugelernt.“

Gleichwohl ist Felor Badenberg nicht grundsätzlich gegen ein Verbot: „Ich will klar sagen: Wenn die rechtlichen Voraussetzungen vorliegen, muss über ein Verbot ernsthaft nachgedacht werden“, sagte sie. „Warum sollte man denn auf ein Instrument zum Schutz des Staates verzichten?“ Dabei müsse eine hohe Wahrscheinlichkeit auf Erfolg bestehen. „Denn scheitert ein Verbotsverfahren in Karlsruhe, bekäme die AfD vom höchsten Gericht, dem Bundesverfassungsgericht, quasi eine Unbedenklichkeitsbescheinigung ausgestellt und könnte so ihre Opferrolle verstetigen.“ Das halte sie nicht nur für kontraproduktiv, sondern auch für gefährlich.

0 Kommentare 0 FacebookTwitterPinterestEmail
mit Material von dts Nachrichtenagentur, bearbeitet

Dieser Artikel wurde mit Material der Nachrichtenagentur dts erstellt, kann jedoch durch unsere Redaktion ergänzt oder aktualisiert worden sein.

vorheriger Artikel
Botswana fordert Deutschland zu Legalisierung des Elfenbeinhandels auf
nächster Artikel
Badenberg fordert Beweislastumkehr gegen kriminelles Vermögen

das könnte Sie auch interessieren

Sozialverband fordert statt privater Vorsorge stärkere gesetzliche Rente

26. Februar 2026

Nabu kritisiert Heizungsreform: Bundesregierung schwächt Klimaschutz-Ziele

26. Februar 2026

Berliner Stromnetz-Anschlag: Ermittler tappen weiter im Dunkeln

26. Februar 2026

Verbraucherschützer warnen: Neue Altersvorsorge droht zu scheitern

26. Februar 2026

US-Börsen steigen vor Nvidia-Zahlen, Euro und Gold stärker

25. Februar 2026

Atalanta demütigt Dortmund und erzwingt Champions-League-Achtelfinale

25. Februar 2026

Außenminister wirft Weidel gezielte Lüge über Gaslieferungen vor

25. Februar 2026

CDU-Politikerin Ludwig offen für Minderheitsregierung mit AfD-Stimmen

25. Februar 2026

Chipmangel verschärft sich: Deutsche Industrie leidet unter KI-Boom

25. Februar 2026

Aktuelle Lottozahlen: 21-Millionen-Euro-Jackpot und Spielsuchtwarnung

25. Februar 2026


Aktuelle Artikel

  • Sozialverband fordert statt privater Vorsorge stärkere gesetzliche Rente

    26. Februar 2026
  • Nabu kritisiert Heizungsreform: Bundesregierung schwächt Klimaschutz-Ziele

    26. Februar 2026
  • Berliner Stromnetz-Anschlag: Ermittler tappen weiter im Dunkeln

    26. Februar 2026
  • Verbraucherschützer warnen: Neue Altersvorsorge droht zu scheitern

    26. Februar 2026
  • US-Börsen steigen vor Nvidia-Zahlen, Euro und Gold stärker

    25. Februar 2026


Impressum

  • Facebook
  • Twitter
  • Instagram

© (1996) 2014 – 2026 osna.com GmbH   ·   Impressum & Datenschutzerklärung   ·   Made with ♡ in Osnabrück.   ·  Unsere Partnerportale:
OSNA.dating Partnersuche   ·   Hilfethemen für die US Einreise mit dem ESTA.  ·   www.kfz-versicherung-trotz-schufa.com  


zurück nach oben
HASEPOST ¦ Zeitung und aktuelle Nachrichten für Osnabrück
  • Home3 demos
  • Politics
  • Economy
  • Sport
  • Culture
  • Technology
  • Region Osnabrück+ Kreis ST
  • Seite 3