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Startseite AktuellGedenkstätte für ermordete Zwangsarbeiter in Kloster Oesede eingeweiht
AktuellLandkreis Osnabrück

Gedenkstätte für ermordete Zwangsarbeiter in Kloster Oesede eingeweiht

von PM 24. Mai 2025
von PM 24. Mai 2025
Einweihung des Mahnmals am Kloster Oesede. / Foto: Giulia Lambert (Gedenkstätten Gestapokeller und Augustaschacht)
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Kürzlich wurde in Kloster Oesede die Erinnerungskultur im Landkreis Osnabrück um ein Mahnmal gegen das Vergessen erweitert. Entworfen hat die Skulptur mit dem Namen „Die letzten Schritte“ der Wiesbadener Künstler Przemyslaw Martyna.

Mahnmal erinnert an Opfer von Zwangsarbeit und Mord

Das treppenförmige Mahnmal aus Granitstein erinnert an Iwan Kowal aus der Ukraine und Stanislaw Gontek aus Polen. Die beiden Männer waren zur Zwangsarbeit nach Deutschland verschleppt worden und mussten auf einem Bauernhof in Kloster Oesede arbeiten. Am 16. April 1945, nur 12 Tage nach ihrer Befreiung durch die Alliierten, wurden sie am Rande des Wellendorfer Friedhofs von Anwohnern erschossen. Die Tat ist sehr lange beschwiegen worden, der Weg zur Erinnerung war lang. Durch die Bemühungen einer privaten Initiative in Zusammenwirken mit den Gedenkstätten Gestapokeller und Augustaschacht konnte das Anliegen realisiert werden, ein sichtbares Gedenkzeichen zu schaffen. Diese nun der Öffentlichkeit präsentierte Skulptur zeichnet den Weg der Annäherung an die Tat und ihr Nachgeschehen nach.

Einweihung auf dem Waldfriedhof

Zur Einweihungsfeier auf dem Waldfriedhof in Kloster Oesede kamen über 60 Personen. Georg Hörnschemeyer, Vorsitzender der Gedenkstätten Gestapokeller und Augustaschacht e.V., eröffnete die Veranstaltung. Er verwies auf das jahrzehntelange Wissen und Schweigen über die Tat, bis sich nach fast 20 Jahren schließlich eine Zeitzeugin äußerte. 1963 kam es zu einem Strafverfahren gegen die Tatbeteiligten, das jedoch 1964 mit einem Freispruch endete. Den beiden Opfern der Tat wurde keine Gerechtigkeit zuteil. „Das Mahnmal bildet Stufen ab, an deren Ende sich vielleicht eine Wunde schließen lässt, eben weil die Opfer nicht vergessen sind.“

Bürgermeisterin erinnert an die Opfer

„Wir können die Tat nicht rückgängig machen, aber wir können den beiden Männern ihre Würde zurückgeben“, so Dagmar Bahlo, Bürgermeisterin der Stadt Georgsmarienhütte, in ihrer Ansprache. „Symbolisch nehmen wir sie in den Kreis unserer Erinnerungen auf. Wir geben ihnen einen Platz in unserer Mitte, hier auf dem Friedhof, wo wir auch unserer Toten gedenken. Wir geben den beiden, die nach ihrer Ermordung wochenlang am Rand eines Bombenkraters liegen gelassen wurden, einen Ort, mit dem wir um Verzeihung bitten, für das, was geschehen ist.“  Die Treppe als Symbol der Mahnung zeige, wohin die stufenweise Gewalt führen könne. Daher sei es unsere Aufgabe, dafür zu sorgen, dass nicht wieder ein Unrechtssystem entstehe. „Wir können heute Nein sagen zu Hass und Gewalt. Wir können aufstehen und für Gerechtigkeit sorgen. Jeder von uns kann zu einer friedlichen Zukunft beitragen. Wir können zeigen, dass wir aus dem Tod von Iwan Kowal und Stanislaw Gontek gelernt haben!“
Joselin Weidner, Schülerin der Realschule Georgsmarienhütte und Teilnehmerin am Gedenkstättenprojekt „Bunt(d) gegen Hass und Hetze“ betonte, dass auch die jüngeren Generationen in der Verantwortung stünden und für sie die Erinnerung an die beiden Mordopfer von großer Bedeutung sei.
Ehrengast an diesem Tag war Konsulin Marzena Szczypułkowska-Horvath vom Generalkonsulat der Republik Polen in Hamburg. „Wir wollen heute – 80 Jahre nach der Befreiung vom Nationalsozialismus – zeigen, dass jedes einzelne Schicksal wichtig ist. Ich habe die Hoffnung, dass sich nach weiteren 80 Jahren sagen lässt, wir haben aus unserer Verantwortung gelernt.“

Sieben Stufen gegen das Vergessen

Das Mahnmal besteht aus einer siebenstufigen Treppe. Jede beschriftete Stufe repräsentiere einen zentralen Abschnitt im Leben der beiden Opfer, deren Schicksal ein Symbol für das Leiden vieler sei, so Künstler und Architekt Przemyslaw Martyna zum Konzept seiner Skulptur. Kleinere, absichtlich eingefügte Fugen zwischen den Stufen seinen als Zeichen der Gewalt zu verstehen. „Die Ausrichtung des Mahnmals gen Sonne symbolisiert zugleich die Hoffnung darauf, dass wir aus der Vergangenheit lernen und dafür sorgen, dass so etwas nie wieder passiert.“ Förderer des Mahnmals sind die Stadt Georgsmarienhütte, der Viktor Sieber-Fonds und der Verein Gedenkstätten Gestapokeller und Augustaschacht.
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