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Startseite Deutschland & die WeltPapaplatte warnt vor Rechtsruck und Hass auf Social Media
Deutschland & die Welt

Papaplatte warnt vor Rechtsruck und Hass auf Social Media

von mit Material von dts Nachrichtenagentur, bearbeitet 18. April 2025
von mit Material von dts Nachrichtenagentur, bearbeitet 18. April 2025
TikTok-Logo (Archiv) / via dts Nachrichtenagentur
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Der bekannte Livestreamer Kevin Teller, im Netz als Papaplatte bekannt, äußert sich besorgt über einen zunehmenden Rechtsruck und die Verbreitung von Hass im Internet, insbesondere unter jungen Menschen. In einem Interview mit dem „Spiegel“ spricht Teller über die Rolle sozialer Medien als Verstärker für Populismus und Fake News sowie über seine eigenen Erfahrungen mit Intoleranz und Anfeindungen in seinen Streams.

Sorge um Populismus und Fake News durch Social Media

Kevin Teller, einer der erfolgreichsten Internetstars Deutschlands mit 2,8 Millionen Followern auf Twitch, sieht die Entwicklung sozialer Netzwerke kritisch. „Ich mache mir Sorgen, wie sich Social Media insgesamt entwickelt“, sagte Teller dem „Spiegel“. Besonders die Plattform Tiktok steche für ihn negativ hervor: „Vor allem Tiktok ist ein ganz, ganz großer Booster für Populismus und Fake News. Man kann da superleicht irgendeine Lüge verbreiten und damit viral gehen. Das ist sehr gefährlich, da muss eine Lösung her, die ich leider auch nicht kenne.“

Erfahrungen mit Hass und Intoleranz im Netz

In seinen Livestreams stellt Teller nach eigenen Angaben regelmäßig klar, dass er für Toleranz eintritt: „Im Sinne von: Jeder Mensch sollte respektiert und nicht wegen seiner Sexualität oder Herkunft geshamed werden. So wurde ich von meiner Mutter einfach erzogen.“ Dennoch beobachtet er einen Wandel im Verhalten vieler junger Männer im Netz: „Viele junge Männer finden es wieder normal, sich homophob und rassistisch zu äußern. Die Stimmung kippt. Wenn in meinem Stream mal jemand zu sehen ist, der oder die nicht heterosexuell ist, spammen die Leute L für Loser in den Chat“, so Teller gegenüber dem „Spiegel“. Zudem werde der Begriff „schwul“ häufig als Beleidigung verwendet. „Mein Team und ich versuchen, so was zu unterbinden, aber wir reden hier von Tausenden Nachrichten. Jeden Tag“, betonte Teller.

Distanzierung von Andrew Tate und persönliche Einblicke

Auch zum umstrittenen Influencer Andrew Tate bezog Teller im Gespräch mit dem „Spiegel“ klar Stellung: „Sein Aufstieg hat mich zumindest motiviert, mich mehr mit politischen Themen auseinanderzusetzen.“ Tate verbreite frauenfeindliche Werte und präsentiere diese als klassische Männlichkeit: „Andrew Tate ist kein normaler Mann. Alles an ihm ist einfach nur toxisch“, so Teller.

Offen sprach Teller zudem über seine eigenen Gefühle und Herausforderungen als Mann in der Öffentlichkeit: „Ich sehe mich als Mann, der sich nicht zu schade ist, Emotionen zu zeigen und über Gefühle oder psychische Probleme zu sprechen.“ Er berichtete von einer schwierigen Phase vor etwa vier Jahren, in der er sich zurückgezogen habe und mit seiner Arbeit unzufrieden gewesen sei: „Wenn ich dann mit dem Produkt, das ich abgeliefert habe, auch noch unzufrieden war, bin ich zusammengebrochen. Ich habe dann den Stream ausgeschaltet und einfach angefangen zu weinen. Das passierte auch mal zwei, drei Abende hintereinander.“

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mit Material von dts Nachrichtenagentur, bearbeitet

Dieser Artikel wurde mit Material der Nachrichtenagentur dts erstellt, kann jedoch durch unsere Redaktion ergänzt oder aktualisiert worden sein.

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