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Startseite AktuellBereits 26.000 Zwiebeln in fünf Jahren: Sammelstellen auf Meller Friedhöfen wieder eingerichtet
AktuellLandkreis Osnabrück

Bereits 26.000 Zwiebeln in fünf Jahren: Sammelstellen auf Meller Friedhöfen wieder eingerichtet

von PM 17. April 2025
von PM 17. April 2025
Blumenzwiebelretter. / Foto: Stadt Melle
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Zum fünften Mal in Folge setzt der Imkerverein Melle e.V. das Projekt „Blumenzwiebel-Recycling“ zum Auftakt der neuen Freiluftsaison fort. Ab sofort stehen auf insgesamt elf Friedhöfen spezielle Körbe bereit, in denen Zwiebeln nach dem Ende der Blühzeit abgelegt werden können.

26.000 Blumenzwiebeln in zwei Jahren gesammelt

„Die daraus entstehenden Blumen sollen Insekten im nächsten Frühjahr als Nahrungsquelle dienen“, erläutert Silke Meier. Dass die Vorsitzende des Imkervereins Melle das Projekt bereits zum fünften Mal in Folge initiiert, kommt nicht von ungefähr. Denn im Rahmen dieser Aktion konnten in den vergangenen beiden Jahren mehr als 26.000 Blumenzwiebeln generiert werden, die später an verschiedenen öffentlichen Orten wieder in die Erde gesetzt wurden und dann zur Frühlingszeit erneut für eine wahre Blütenpracht sorgten. „Jetzt hoffen wir, dass in diesem Jahr wieder Tausende von Blumenzwiebeln zusammenkommen“, betont Silke Meier. Jeder sei zum Mitmachen aufgerufen.

Blumen erblühen auf den Friedhöfen – Insekten freuen sich

In diesen Tagen und Wochen werden auf den Friedhöfen im Grönegau wieder viele Grabstätten mit bunten Pflanzschalen geschmückt: Krokusse, Narzissen und Tulpen in vielen Farben und Formen erinnern an die Verstorbenen und sind für zahlreiche heimische Insekten eine willkommene erste Nahrungsquelle.

Besonders die früh schlüpfenden Wildbienen und Hummeln benötigen deren Nektar und Blütenstaub, um ihren Nachwuchs zu pflegen, denn noch ist das Blütenangebot sehr gering.

Zwiebeln der Pflanzen können im nächsten Jahr erneut erblühen

Doch schon bald sind die Frühlingsboten verblüht und landen in den Abfallbehältern. Viel zu schade, um daraus Kompost zu machen, denn die Zwiebeln der Pflanzen können sehr gut wiederverwendet werden, meint der Imkerverein Melle e.V. „Wieder in den Boden eingebracht, entwickeln die meisten im nächsten Frühjahr wieder farbige Blüten und sind damit bunte ,Vier-Sterne-Restaurants‘ für die kleinen und sehr nützlichen Brummer“, stellt Silke Meier fest. Sie freut sich sehr über die Kooperation mit den Trägern der Friedhöfe, die sich gewissermaßen als „Blumenzwiebelretter“ verstehen. „Mein Dank gilt an dieser Stelle deshalb den beteiligten Kirchengemeinden und der Stadt Melle“, betont die Vorsitzende des Imkervereins. Sie dankt darüber hinaus Blumenhändlern, Gärtnern, Supermärkten und Gartenmärkten für deren Bereitschaft, nicht verkaufte Blumenzwiebeln zu stiften und auf diese Weise ebenfalls in den Dienst der guten Sache zu stellen.

Sammelkörbe auf elf Friedhöfen zu finden

Ab sofort sind auf den Friedhöfen in Melle-Mitte, Bennien, Riemsloh, Hoyel, Gesmold, Oldendorf und Wellingholzhausen, auf dem Alten und auf dem Neuen Friedhof in Buer sowie auf den beiden Friedhöfen in Neuenkirchen die „Blumenzwiebelretter“ unterwegs. Sie haben mit Informationstafeln versehene spezielle Sammelkörbe aufgestellt und bitten die Friedhofsbesucher, die Zwiebeln der abgeblühten Frühlingsboten dort anstatt in den Kompostsilos zu deponieren. Regelmäßig werden die Körbe dann bis Ende Mai von den Imkerinnen und Imkern geleert und die Blumenzwiebeln sortiert.

Spezielle Lagerung der Zwiebeln

„Vom ausgehenden Mai bis in den Sommer pflegen wir die Zwiebeln fachgerecht und lagern sie dann bis zum Herbst ein, so dass sie spätestens zum Erntedankfest im Oktober wieder an die Kirchengemeinden und an Mitglieder des Imkervereins zur eigenverantwortlichen Verteilung beziehungsweise Pflanzung gehen“, erläutert Silke Meier. Ergänzt werde die Aktion im Herbst – wie in den vergangenen vier Jahren auch – um eine Zwiebelspende aus dem Budget des Imkervereins.

Eine gute Tat für „Krabbler und Brummer“

Die Akteure möchten mit der „Blumenzwiebel-Rettung“ einen Beitrag gegen das Insektensterben leisten. Die kleinen Krabbler und Brummer sind für die Natur ganz besonders wichtig, finden aber in unserer urbanisierten Landschaft kaum noch Nahrung und Nistmöglichkeiten. Friedhöfe leisten einen wichtigen Beitrag zum Schutz und Erhalt der Insekten. Sie werden immer mehr zu Rückzugsgebieten für die nützlichen Bestäuber.

Sammelkörbe für abgeblühte Blumenzwiebeln stehen ab sofort auf den genannten Friedhöfen. Wer sich an der Sammlung beteiligen und Blumenzwiebeln spenden möchte, kann sich bei Silke Meier per E-Mail unter vorsitzende@imkerverein-melle.de melden.

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PM

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