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Startseite Deutschland & die WeltKirchenvertreter warnen: Feiertagsstreichung schadet Gesellschaft und Kultur
Deutschland & die Welt

Kirchenvertreter warnen: Feiertagsstreichung schadet Gesellschaft und Kultur

von mit Material von dts Nachrichtenagentur, bearbeitet 1. April 2025
von mit Material von dts Nachrichtenagentur, bearbeitet 1. April 2025
Evangelische Kirche / Foto: dts
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Die Diskussion um die mögliche Streichung eines Feiertags in Deutschland sorgt für lebhafte Debatten. Wirtschaftsexperten fordern die Maßnahme zur Stabilisierung der Staatsfinanzen, während Vertreter christlicher Kirchen vor kulturellen und sozialen Verlusten warnen.

Kirchliche Stimmen gegen Feiertagsstreichung

Thorsten Latzel, Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, äußert Bedenken gegenüber den Forderungen aus Wirtschaft und von Ökonomen, einen Feiertag zu streichen. In der „Rheinischen Post“ (Dienstagsausgabe) betonte Latzel, dass Feiertage der Erholung, der Gemeinschaft und der geistlichen Orientierung dienten: „Es ist gut, in Zukunft zu investieren – finanziell wie kulturell. Feiertage dafür zu streichen, ist der falsche Weg“, so Latzel. Er wies darauf hin, dass Ruhe und Feiern genauso zum Leben gehörten wie das Arbeiten, was bereits in den Zehn Geboten nachzulesen sei.

Matthias Kopp, Sprecher der Deutschen Bischofskonferenz, unterstützt Latzels Ansichten. Er betonte die Bedeutung christlicher Feiertage für Kultur und Tradition sowie deren Rolle bei zentralen religiösen Ereignissen. Die Abschaffung eines Feiertags als Reaktion auf Schuldenaufnahme sei aus seiner Sicht fragwürdig: „Der religiöse und kulturelle Verlust wäre aber dauerhaft“, warnte Kopp und erinnerte die Union an ihr Wahlversprechen, die christlichen Feiertage zu schützen.

Wirtschaftliche Argumente für die Abschaffung

Die wirtschaftliche Perspektive wird vom Chef des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), Michael Hüther, vertreten. Er verweist auf Dänemark, das im vergangenen Jahr einen Feiertag gestrichen habe, wodurch 400 Millionen Euro mehr in den Staatshaushalt geflossen seien. Hüther sagte der „Rheinischen Post“: „Auch für Deutschland wäre die Abschaffung eines bundesweiten Feiertags eine Option – das könnte immerhin bis zu 8,6 Milliarden Euro einbringen.“

Hüther betont zudem, dass Deutschland im internationalen Vergleich bei der Zahl der geleisteten Arbeitsstunden je Arbeitnehmer hinterherhinke. Die zusätzliche Arbeit könne die Wirtschaft ankurbeln und sei eine notwendige Stellschraube, um den Herausforderungen des demografischen Wandels zu begegnen. Er wies darauf hin, dass durch die Alterung der Bevölkerung bis Ende des Jahrzehnts rund 4,2 Milliarden Arbeitsstunden fehlen würden, die durch Zuwanderung nicht ausgeglichen werden könnten.

Fazit der Debatte

Die Diskussion über die Streichung eines Feiertags bleibt kontrovers. Während kirchliche Vertreter auf die kulturellen und sozialen Funktionen von Feiertagen verweisen, sehen Wirtschaftsvertreter darin einen Beitrag zur finanziellen Stabilität und zur Bewältigung des demografischen Wandels. Der Ausgang der Debatte bleibt abzuwarten.

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mit Material von dts Nachrichtenagentur, bearbeitet

Dieser Artikel wurde mit Material der Nachrichtenagentur dts erstellt, kann jedoch durch unsere Redaktion ergänzt oder aktualisiert worden sein.

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