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Startseite Deutschland & die WeltStudie: Rechtes Gedankengut bei Hamburger Polizei verbreitet
Deutschland & die Welt

Studie: Rechtes Gedankengut bei Hamburger Polizei verbreitet

von mit Material von dts Nachrichtenagentur, bearbeitet 26. März 2025
von mit Material von dts Nachrichtenagentur, bearbeitet 26. März 2025
Polizei in Hamburg (Archiv) / via dts Nachrichtenagentur
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Eine aktuelle Studie, über die die Wochenzeitung „Die Zeit“ berichtet, offenbart, dass innerhalb der Polizei Hamburg rechtes Gedankengut weit verbreitet ist. Im Rahmen des Forschungsprojektes „Demokratiebezogene Einstellungen und Werthaltungen innerhalb der Polizei Hamburg“ (Dewepol) wurden im Juni 2024 insgesamt 2.018 Polizisten befragt, wobei besorgniserregende Tendenzen sichtbar wurden.

Studienergebnisse und Besorgnis

Eva Groß, Professorin für Kriminologie und Soziologie an der Akademie der Polizei Hamburg, war maßgeblich an der Studie beteiligt und hebt die problematischen Ergebnisse hervor. Der „Zeit“ gegenüber erklärte sie, dass es nicht auszuschließen sei, dass Beamte auch rassistisch handeln könnten: „Die Polizei hat das staatliche Gewaltmonopol und wendet Zwang an. Sie greift auch in Grundrechte der Bevölkerung ein. Rechtsextremes oder anderes demokratiefeindliches Gedankengut kann diese Handlungen beeinflussen.“

Laut der Studie ordnen sich 23,8 Prozent der befragten Polizisten politisch als rechts oder rechts außen ein. Zudem zeigten 45 Prozent eine abwertende Haltung gegenüber Asylbewerbern, während auch Ressentiments gegenüber Sinti und Roma sowie Langzeitarbeitslosen festgestellt wurden.

Populistische und verschwörerische Tendenzen

Die Untersuchung ergab außerdem, dass jeder dritte Polizist in Hamburg für populistische Ideen empfänglich ist. Ein kleinerer Anteil von 6,8 Prozent der Befragten äußerte einen ausgeprägten Verschwörungsglauben, indem sie Aussagen zustimmten, dass Politiker lediglich „Marionetten der dahinterstehenden Mächte“ seien.

Eva Groß äußerte die Vermutung, dass die freiwillige Teilnahme an der Studie möglicherweise zu einer Unterschätzung der problematischen Einstellungen geführt haben könnte: „Sehr wahrscheinlich sind die problematischen Haltungen weiter verbreitet, als sich das in unserer Studie abbildet.“ Diese Aussage lässt vermuten, dass die Dunkelziffer des rechtsextremen Gedankenguts innerhalb der Hamburger Polizei womöglich höher ist.

Ermittlungen gegen Beamte

Neben den Studienergebnissen gibt es aktuell auch disziplinarische Ermittlungen gegen 15 ehemalige und aktive Hamburger Polizisten. Diese stehen im Verdacht, rassistische und naziverherrlichende Nachrichten über den Messenger-Dienst Whatsapp ausgetauscht zu haben. Diese Entwicklungen werfen weiterführende Fragen über die Verankerung extremistischen Gedankenguts innerhalb der Polizei auf.

Mit diesen beunruhigenden Ergebnissen rückt die Diskussion über die Notwendigkeit struktureller Veränderungen und Bildungsmaßnahmen innerhalb der Polizei Hamburg erneut in den Fokus.

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mit Material von dts Nachrichtenagentur, bearbeitet

Dieser Artikel wurde mit Material der Nachrichtenagentur dts erstellt, kann jedoch durch unsere Redaktion ergänzt oder aktualisiert worden sein.

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