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Startseite Deutschland & die WeltRöttgen bezweifelt hohe US-Zölle auf europäische Güter
Deutschland & die Welt

Röttgen bezweifelt hohe US-Zölle auf europäische Güter

von dts Nachrichtenagentur 18. Januar 2025
von dts Nachrichtenagentur 18. Januar 2025
Industrieanlagen und Hafen in New York/Brooklyn (Archiv) / via dts Nachrichtenagentur
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Der CDU-Außenpolitiker Norbert Röttgen bezweifelt, dass der neue US-Präsident Donald Trump wie angekündigt hohe US-Importzölle auf viele europäische Produkte einführen wird.

„Wir sollten die Aussagen von Donald Trump ernst nehmen, schon weil er bald das mächtigste Amt der Welt innehat. Aber ich warne davor, jede Aussage als Ankündigung zu verstehen, die eins zu eins so umgesetzt wird“, sagte Röttgen der „Rheinischen Post“. „Trump spielt mit dem Instrument der Maximalforderung, mit der er schockieren will, um schon so Veränderungen herbeizuführen“, sagte der frühere Chef des Bundestags-Außenausschusses.

„Hohe Zölle auf Importgüter wären für die USA mit enormen Preissteigerungen verbunden. Daran hat Donald Trump erstmal kein Interesse, weil eines seiner zentralen Wahlversprechen war, die Inflation und damit die Lebensunterhaltskosten in den USA zu senken“, sagte Röttgen. „Sollte es doch so kommen, dass wir erneut Zölle sehen, dann ist die EU-Kommission, die hier die Kompetenz hat, gut vorbereitet“, so der CDU-Politiker.

„Wir sollten Trump selbstbewusst gegenübertreten. Es gibt weder Grund für ständige Konfrontation noch für devotes Verhalten. Es ist in unserem Interesse, dass das transatlantische Verhältnis Bestand hat. Das sollten wir klar zum Ausdruck bringen und untermauern, indem wir mehr in unsere eigene Sicherheit und das gemeinsame Verteidigungsbündnis investieren“, sagte Röttgen.

Deutschland stehe bei Trump wegen seines hohen Handelsdefizits mit den USA im Fokus. „Trump nimmt uns unsere Exportstärke – wie er denkt – auch auf Kosten Amerikas schon für sich genommen übel. Wenn er uns dann noch als sicherheitspolitische Drückeberger wahrnimmt, regt ihn das maßlos auf. Aus eigenen Interessen und aus Bündnisloyalität müssen wir einfach viel mehr für Vereidigung tun. Es führt kein Weg daran vorbei“, so Röttgen.


Foto:

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dts Nachrichtenagentur

Ein Artikel der Nachrichtenagentur dts.

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