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Startseite AktuellNiels-Stensen-Kliniken: Damit nicht die gesamte Gruppe in die Insolvenz gerät (Teil 1)
AktuellOsnabrück

Niels-Stensen-Kliniken: Damit nicht die gesamte Gruppe in die Insolvenz gerät (Teil 1)

von Heiko Pohlmann 21. Juni 2024
von Heiko Pohlmann 21. Juni 2024
Geschäftsführung der Niels-Stensen-Kliniken: Christina Jaax (rechts) und ihr Stellvertreter Dr. Bernd Runde / Foto: Pohlmann
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Umfassende Umstrukturierungen bei den Niels-Stensen-Kliniken haben am Donnerstag für erhebliche Unruhe in der Region Osnabrück gesorgt – insbesondere an den betroffenen Standorten Ostercappeln, Melle und Osnabrück. Im Rahmen einer Pressekonferenz stellte sich die Geschäftsführung den Fragen der Presse.

Ergänzend: Wir haben auf einer gesonderten Seite (Teil 2) die wichtigsten Fragen und Antworten aufgelistet.

Für Christina Jaax, die neue Geschäftsführerin der Niels-Stensen-Kliniken, war es der erste große Auftritt in neuer Funktion und es war sicher nicht das, was man sich allgemein so für seine ersten Arbeitstage wünscht. Beim Pressetermin gemeinsam mit ihrem Stellvertreter, Dr. Bernd Runde, wurde deutlich, wie nahe am Abgrund der katholische Klinikkonzern in den vergangenen Monaten tatsächlich stand.

Seit Monaten drohte den Niels-Stensen-Kliniken die Insolvenz

Die Juristin Jaax redete nicht lange um die Situation herum: „Wir sind jetzt an einem Punkt, an dem es durchgängig in den vergangenen Monaten um die Insolvenzabwendung des Gesamtverbundes ging“.
Basierend auf einem Gutachten einer externen Beratungsunternehmens sollen die harten Schritte, die insbesondere die Beschäftigten an den Standorten Ostercappeln, Osnabrück Natruper Holz und Thuine treffen „eine Perspektive der Sanierungsfähigkeit“ ermöglichen.
Die Umsetzung der neuen Strategie erfolgt, so Jaax, „um in eine wirtschaftlich stabile Zukunft zu gehen“.

Trend: Immer mehr Behandlungen erfolgen ambulant

Eine der größten Herausforderungen besteht in der Besetzung von Dienstlinien. Jaax erklärte: „Wir benötigen immer längere Zeiträume, um entsprechend Leistungsgeschehen angemessen mit auskömmlichen Dienstlinien zu besetzen. Das ist schwierig.“ Der Trend zur Ambulantisierung, also kürzere Verweildauern der Patienten in Krankenhäusern, verstärkt diese Problematik zusätzlich.
„Wir erleben also im eigentlichen Leistungsgeschehen nicht mehr die längeren Abläufe in der Verweildauer in den Krankenhäusern, sondern wir merken, dass die Menschen kommen und auch schnell wieder gehen.“ Für die Arbeit in den Kliniken wird dadurch die Organisation immer schwieriger.

Die bevorstehende Krankenhausstrukturreform bringt weitere Unsicherheiten mit sich. Besonders für Krankenhäuser im ländlichen Raum stellt dies eine erhebliche Herausforderung dar. „Der Bundesgesetzgeber hat hier nun einen Rahmen geschaffen, der jedoch noch nicht auf der Landesebene ausgeführt ist“, so Jaax.

Gutachten soll Wege aus der Krise aufzeichnen

Neben den organisatorischen Schwierigkeiten kämpfen die Niels-Stensen-Kliniken auch mit wirtschaftlichen Problemen. Hohe Investitionsaufwendungen und gestiegene Kosten machen es zunehmend schwierig, die Wirtschaftlichkeit zu gewährleisten.
Ein Sanierungsgutachten nach dem IDWS 6-Standard wurde erstellt, um die finanzielle Stabilität zu bewerten und die Grundlage für zukünftige Entscheidungen zu bilden. Jaax verdeutlichte: „Dieses IDWS-6-Gutachten ist nun die Grundlage gewesen für unsere Gesellschafter und Gremien zu Entscheidungen zu kommen, die für den Verbund hier in Osnabrück und auch im Emsland von maximaler Tragweite sind.“

Was wird wann geschlossen, was wird verlegt?

Um die wirtschaftlichen Herausforderungen zu bewältigen, wurden umfassende Maßnahmen zur Umstrukturierung beschlossen. So werden die medizinischen Leistungen am Standort Nahtruper Holz, der ehemaligen Para-Klinik, früher als geplant an die Bischofsstraße zum MHO verlegt. Die ohnehin nur als Übergangslösung geplante Nutzung der alten Paracelsus-Klinik, die eigentlich bis mindestens 2030 geplant war, endete somit bereits im kommenden Jahr. Das St. Raphael Krankenhaus in Osterkappeln wird bis August 2025 geschlossen.

Die Lungenmedizin wird an den Harderberg verlagert und dort durch einen onkologischen Teil verstärkt. Die Allgemeinchirurgie, insbesondere die Adipositaschirurgie, sowie die innere Medizin und Palliativmedizin werden nach Melle verlagert. „Die innere Medizin sowie die Palliativmedizin werden ebenfalls nach Melle verlagert, um dann diesen Standort mit einem Schwerpunkt zu setzen“, erläuterte Jaax die konkrete Planung.

Marienhospital Osnabrück wird Zentrum der Geburtshilfe

Besonders gravierend sind die Entscheidungen zur Schließung der Geburtshilfen in Melle und am Harderberg. Diese werden an das Marienhospital verlagert, das über ausreichende Kapazitäten verfügt. Jaax machte deutlich: „Es ist uns nicht gelungen, angemessen Personal für die Geburtshilfe in Melle und am Harderberg zu finden.“ Dies führte bereits zu vorübergehenden Schließungen und intensiven Bemühungen, qualifiziertes Personal zu rekrutieren.

Auswirkungen auf Mitarbeitende und Standorte

Die Umstrukturierungen bringen erhebliche Belastungen für die Mitarbeitenden mit sich, da sich Teams auflösen und an neue Standorte verlagert werden. Etwa 1.000 von rund 7.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern werden durch die Umstrukturierung direkt betroffen sein – und natürlich die Menschen in den Regionen rund um die Krankenhäuser.
Jaax erklärte: „Nichtsdestotrotz gehen wir davon aus, dass wir im Sinne der Bevölkerung und im Sinne der Menschen, die wir in unseren Häusern versorgen, gut aufgestellt sind.“ Ziel ist es, Schwerpunkte am Harderberg zu stärken und durch die Integration der Leistungen am Marienhospital eine stabile Versorgungsstruktur für Osnabrück zu schaffen.

Sowohl Christina Jaax, als auch Dr. Bernd Runde betonten, dass man sich darüber im Klaren sei, dass die Schließung des Standorts Ostercappeln auch den Verlust eines identitätsstiftenden Krankenhauses bedeutet, das sich über die Jahre hinweg besonders in der Palliativmedizin und Lungenmedizin profiliert hat. Dennoch sieht die Geschäftsführung diese Maßnahmen als notwendig an, um die Zukunftsfähigkeit des Klinikverbundes zu sichern.

 

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Heiko Pohlmann

Heiko Pohlmann gründete die HASEPOST 2014, basierend auf dem unter dem Titel "I-love-OS" seit 2011 erschienenen Tumbler-Blog. Die Ursprungsidee reicht auf das bereits 1996 gestartete Projekt "Loewenpudel.de" zurück. Direkte Durchwahl per Telefon: 0541/385984-11

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