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Startseite Deutschland & die WeltRoth gegen Musikverbote trotz rassistischer Gesänge
Deutschland & die Welt

Roth gegen Musikverbote trotz rassistischer Gesänge

von mit Material von dts Nachrichtenagentur, bearbeitet 29. Mai 2024
von mit Material von dts Nachrichtenagentur, bearbeitet 29. Mai 2024
Claudia Roth (Archiv) / via dts Nachrichtenagentur
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In der aktuellen Debatte um rassistische Umtextungen von Partyhits äußert sich Kulturstaatsministerin Claudia Roth (Grüne) gegen Musikverbote. Sie betont die Wichtigkeit von Schulungen und Sensibilisierungsmaßnahmen für die Veranstalter und spricht sich für eine Null-Toleranz-Politik gegenüber rassistischen und menschenfeindlichen Äußerungen aus.

Roth spricht sich gegen Musikverbote aus

Claudia Roth (Grüne), Kulturstaatsministerin, äußerte sich im Kontext rassistischer Gesänge zu Partyhits gegen Musikverbote. In ihrer Aussage gegenüber der Funke-Mediengruppe betonte sie, es sei richtig, dass sich Veranstalter Gedanken darüber machen, wie Rassismus und Menschenfeindlichkeit auf Festen wie dem Oktoberfest vermieden werden könnten. „Allerdings können weder der Song `L`amour toujours` noch der italienische Musikproduzent Gigi d`Agostino etwas dafür, wie dieser Song in unserem Land von Menschen mit rechtsextremen und antidemokratischen Einstellungen in übelster Form missbraucht und entstellt wird.“

Forderung nach Sensibilisierung

Roth sieht Sensibilisierungen und Schulungen des Personals als wichtiger an als Musikverbote. Darüber hinaus sollten Veranstalter professionelle Awareness-Teams einsetzen und deutlich machen, dass es eine Null-Toleranz-Politik gegenüber jeglichen rassistischen, menschenfeindlichen und NS-verherrlichenden Äußerungen geben müsse. Sie rief die Bürger dazu auf, bei rassistischen Äußerungen einzuschreiten.

Oktoberfest reagiert

Die Veranstalter des Münchner Oktoberfests kündigten an, das Lied „L`amour toujours“ wegen rechtsextremen Textzeilen nicht spielen zu wollen. Sie erklärten, dass das Lied selbst zwar nicht rechtsradikal sei, es jedoch eine „ganz klare rechtsradikale Konnotation“ bekommen habe.

Kontext der Debatte

Die Parole „Deutschland den Deutschen“ war die Losung des „Deutschvölkischen Schutz- und Trutzbundes“ nach dem Ersten Weltkrieg. Der Verband gilt als zentraler Wegbereiter des Nationalsozialismus und die Parole wurde von der NPD und anderen Organisationen verstärkt genutzt, etwa beim Pogrom in Rostock-Lichtenhagen 1992.

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mit Material von dts Nachrichtenagentur, bearbeitet

Dieser Artikel wurde mit Material der Nachrichtenagentur dts erstellt, kann jedoch durch unsere Redaktion ergänzt oder aktualisiert worden sein.

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