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Startseite AktuellKommentar: Gläubige müssen sich ernsthaft fragen, ob sie der katholischen Kirche treu bleiben wollen!
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Kommentar: Gläubige müssen sich ernsthaft fragen, ob sie der katholischen Kirche treu bleiben wollen!

von Dominik Lapp 25. April 2024
von Dominik Lapp 25. April 2024
Kommentar zur katholischen Kirche
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Die erneuten Enthüllungen über den Missbrauchsskandal im Bistum Osnabrück werfen wieder einmal ernsthafte Fragen über die Glaubwürdigkeit und Integrität der katholischen Kirche auf. Angesichts der schockierenden Details, die die interne Untersuchung ans Licht gebracht hat, kann HASEPOST-Redaktionsleiter Dominik Lapp es nur schwer verstehen, wie Menschen weiterhin guten Gewissens Mitglied einer Institution sein können, die solche Verbrechen jahrelang vertuscht hat.

Ein Kommentar von HASEPOST-Redaktionsleiter Dominik Lapp

Der Missbrauch von Macht und Vertrauen durch hochrangige Vertreter und Mitarbeiter der katholischen Kirche lässt stark daran zweifeln, ob die Institution überhaupt noch die moralische Autorität besitzt, um spirituelle Führung anzubieten. Es ist besonders beunruhigend, dass diese Vorfälle über Jahrzehnte hinweg stattgefunden haben, während die Bistumsleitung offenbar untätig blieb oder versäumte, angemessen auf die Vorwürfe zu reagieren.

Die Tatsache, dass selbst hochrangige Kirchenvertreter ihre eigenen Versäumnisse im Umgang mit den Vorwürfen eingestehen, macht die Situation noch bedrückender. Es stellt sich die Frage, wie lange die Gläubigen noch bereit sein werden, solche institutionellen Versäumnisse zu tolerieren und weiterhin Kirchensteuer zu zahlen, die letztendlich auch dazu beiträgt, solche Strukturen aufrechtzuerhalten.

Angesichts der Enthüllungen ist es dringend erforderlich, dass die katholische Kirche eine tiefgreifende Reform durchführt und transparente Mechanismen zur Aufdeckung und Bekämpfung von Missbrauchsfällen implementiert. Im Bistum Osnabrück hat man einen ersten Schritt in diese Richtung unternommen. Aber das reicht nicht. Vor allem ist es an der Zeit, dass die Kirche ihre Verantwortung ernst nimmt, die Opfer angemessen (!) entschädigt und sicherstellt, dass sich solche Vorfälle niemals wiederholen können. Gläubige müssen sich jetzt endlich einmal ernsthaft fragen, ob sie einer Institution treu bleiben wollen, die das Vertrauen der Öffentlichkeit immer wieder derart erschüttert.


[Gruß vom Herausgeber] Liebe Leserin, lieber Leser, schön, dass Sie es bis hier ganz unten geschafft haben. Ein paar Zeilen weiter finden Sie noch den obligatorischen Hinweis, dass gekennzeichnete Meinungsbeiträge stets ausschließlich die Meinung des Autors wiedergeben. Aber ich möchte diesem förmlichen Disclaimer noch etwas hinzufügen. Natürlich haben Sie, wie auch ich und jeder andere Leser, eine eigene Meinung. Vielleicht weicht Ihre Meinung fundamental von diesem oder einem anderen bei uns veröffentlichten Kommentar ab, vielleicht stimmen Sie aber auch vollkommen zu oder aber Ihre Meinung ist „irgendwo dazwischen“. Vielleicht kann ein Kommentar in der Hasepost dabei helfen, neue Gedanken zu denken oder bestehende An- und Einsichten nochmals zu überdenken, dann haben wir und unsere Autoren etwas richtig gemacht und ganz generell zum Denken angeregt.

„Denken ist schwer, darum urteilen die meisten.“ (C. G. Jung)
Bitte denken Sie mehr. Ihr Heiko Pohlmann


Als Kommentar, Kolumne, Meinungsbeitrag oder Satire gekennzeichnete Beiträge geben stets ausschließlich die Meinung des jeweiligen Autors wieder, nicht die der gesamten Redaktion.

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Dominik Lapp

Dominik Lapp ist seit 2023 Redaktionsleiter der HASEPOST. Der ausgebildete Journalist und Verlagskaufmann mit Zusatzqualifikation als Medienberater, Social-Media- und Eventmanager war zuvor unter anderem als freier Reporter für die Osnabrücker Nachrichten, die Neue Osnabrücker Zeitung und das Meller Kreisblatt sowie als Redakteur beim Stadtmagazin The New Insider und als freier Autor für verschiedene Kultur-Fachmagazine tätig. Seine größte Leidenschaft gilt dem Theater, insbesondere dem Musical und der Oper, worüber er auch regelmäßig auf kulturfeder.de berichtet.

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