Israel verweigert Rufe nach einer bedingungslosen Waffenruhe, während die EU eine „humanitäre Pause“ fordert. Diese Positionen, geäußert von Israels Botschafter in Deutschland und dem EU-Ratspräsidenten Charles Michel, zeigen die anhaltende Spannung zwischen Israel und Hamas nach dem Angriff der Hamas im Oktober, bei dem über 1.000 Menschen starben und Hunderte als Geiseln genommen wurden.
Kein Waffenstillstand ohne Freilassung der Geiseln
Ron Prosor, Israels Botschafter in Deutschland, gab im ZDF bekannt, dass eine Feuerpause erst dann möglich sei, wenn die Hamas die Geiseln freilässt. „Ein Waffenstillstand kann morgen sein, wenn Hamas die Geiseln wieder nach Hause bringt“, fuhr er fort. Prosor betonte, dass die Hamas ihre eigene Bevölkerung nutzt und missbraucht. „Er verstehe das Leid der Bevölkerung in Gaza, man müsse aber auch verstehen, dass Israel die Terror-Infrastruktur in Gaza nicht dalassen könne“, fügte der Botschafter hinzu.
EU fordert humanitäre Pause
Inmitten dieses Konflikts fordert die EU laut Ratspräsident Charles Michel eine „humanitäre Pause“. Die „humanitäre Pause“ in Gaza sollte danach „zu einem dauerhaften Waffenstillstand führen“, so Michel. Er betonte die Wichtigkeit eines „vollständigen und sicheren humanitären Zugangs nach Gaza“, der zur Unterstützung der Zivilbevölkerung in der aktuellen Krise unerlässlich ist.
Ein Rückblick auf den Konflikt
Nach dem verheerenden Anschlag der Hamas vom 7. Oktober mit über 1.000 Todesopfern und hunderten bis heute verschleppten Geiseln, hat Israel zurückgeschlagen. Dieser Gegenschlag dauert bis heute an und hat vermutlich zehntausende Menschenleben gefordert.