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📍Ort des Geschehens: Osnabrück (Gesamtstadt)
Eine 30-köpfige Delegation der Wirtschaftsjunioren (WJ) Osnabrück ist Anfang März 2026 zu politischen Fachgesprächen in den Deutschen Bundestag nach Berlin gereist. Im Zentrum des Besuchs standen der Austausch mit Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius sowie ein Folgetermin mit dem Osnabrücker Abgeordneten Dr. Mathias Middelberg im Paul-Löbe-Haus. Ziel der zweitägigen Informationsreise war es, die Perspektiven der regionalen Wirtschaft in die Bundespolitik einzubringen und aktuelle sicherheitspolitische Herausforderungen sowie deren Auswirkungen zu erörtern.
Austausch mit Boris Pistorius
Sicherheitspolitik und transatlantische Beziehungen im Fokus: Das Gespräch mit Verteidigungsminister Boris Pistorius, der seine politischen Wurzeln in Osnabrück hat, widmete sich schwerpunktmäßig der aktuellen Verteidigungsfähigkeit Deutschlands sowie der Analyse globaler Krisenherde. In einer ausführlichen Fragerunde ging der Minister unmittelbar auf die Anliegen der Teilnehmenden ein und lieferte vertiefende Einblicke in die sicherheitspolitische Lage. Dabei wurde deutlich, dass Pistorius die enge Verbindung zu seiner Heimatstadt Osnabrück weiterhin pflegt und die regionale Perspektive schätzt.
Die Wirtschaftsjunioren diskutierten mit dem Minister über die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Konsequenzen der Konflikte im Nahen Osten sowie des anhaltenden Krieges in der Ukraine. Ein weiterer Kernpunkt des Dialogs bildete das Verhältnis zu den Vereinigten Staaten und die damit verbundene Stabilität internationaler Handelswege und Bündnisstrukturen.
Austausch mit Dr. Mathias Middelberg
Im Anschluss an den Austausch mit dem Verteidigungsminister setzte die Delegation ihr Programm am Folgetag mit Dr. Mathias Middelberg fort. Im Paul-Löbe-Haus wurden tiefgreifende strukturelle Themen adressiert. Im Fokus stand dabei die Aufstellung des Bundeshaushalts sowie die notwendigen Reformen des Rentensystems, um die generationengerechte Finanzierung sicherzustellen. Zudem thematisierten die Beteiligten die Erhaltung Deutschlands als führender Innovationsstandort. Ein zentraler Aspekt des Dialogs war die politische Handlungsfähigkeit in Berlin. Die Gesprächsteilnehmer erörterten die aktuelle Zusammenarbeit innerhalb der Regierungskoalition. Einig war man sich darin, dass eine enge und konstruktive Kooperation über Parteigrenzen hinweg zwingend erforderlich ist, um die komplexen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Herausforderungen der Gegenwart erfolgreich zu meistern.
Vernetzung zwischen Wirtschaftsregion Osnabrück und Bundespolitik
Der Austausch unterstreicht die Rolle der jungen Wirtschaft als Brückenbauer zwischen Region und Bund.
„Für uns als junge Führungskräfte aus der Friedensstadt ist es essenziell, die Tragweite weltpolitischer Entscheidungen zu verstehen”, so Jonas Imwalle. Björn Harke ergänzt: „Der direkte Dialog in Berlin ermöglicht es uns, die Sorgen und Impulse des Mittelstands aus dem Osnabrücker Land unmittelbar an die Entscheidungsträger zu adressieren.”
Die Reise der Wirtschaftsjunioren verdeutlicht die enge Vernetzung zwischen der regionalen Wirtschaft in Osnabrück und der Bundespolitik. In Zeiten globaler Unsicherheiten ist der Standort auf verlässliche politische Rahmenbedingungen angewiesen, um die Wettbewerbsfähigkeit von Stadt und Landkreis langfristig zu sichern.
Wirtschaftsjunioren Osnabrück
Über die Wirtschaftsjunioren Osnabrück: Die Wirtschaftsjunioren Osnabrück sind ein Verband von rund 150 jungen Unternehmerinnen, Unternehmern und Führungskräften unter 40 Jahren aus der Stadt und dem Landkreis Osnabrück. Sie engagieren sich ehrenamtlich für die Zukunft des Wirtschaftsstandortes und fördern den Austausch zwischen Wirtschaft, Politik und Gesellschaft. Als Teil des bundesweiten Netzwerks der Wirtschaftsjunioren Deutschland (WJD) setzen sie sich für Unternehmertum, Bildung und soziale Verantwortung in der Region der Friedensstadt ein.
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