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Startseite OsnabrückFDP und UWG kritisieren Stadtbaurat und Situation am Neumarkt scharf
Osnabrück

FDP und UWG kritisieren Stadtbaurat und Situation am Neumarkt scharf

von Hasepost 31. März 2022
von Hasepost 31. März 2022
Neumarkt. Foto: Sophie Scherler
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(Symbolbild) Neurmark / Foto: Scherler

In den zwei Mitteilungen der Rats-Gruppen FDP und UWG zeigen sie sich mit der Situation des Neumarkts und dem Arbeitstempo von Stadtbaurat Frank Otte mehr als unzufrieden. „Dieses Schneckentempo ist nicht auszuhalten“, so der Tenor.

„In Osnabrück hinken wir seit Jahren den veränderten Lebensgewohnheiten der Menschen hinterher. Städte wie Zürich (Schweiz) oder Enschede und Groningen (Niederlande) haben Verkehrskonzepte entwickelt, deren Umsetzungen auch in vielen deutschen Großstädten angedacht werden“, sagt Dr. Thomas Thiele, Vorsitzende der Gruppe FDP/UWG im Osnabrücker Stadtrat. „Mehrfach haben wir die Fachverwaltung dazu aufgefordert, sich diese Know-how zu eigen zu machen. Doch anstatt Visionen ändert sich hier mit dem grünen Stadtbaurat nichts oder höchstens unkoordiniert und in Trippelschritten.“ In Osnabrück hake es schon bei der Baustellenkoordination: „Man hat den Eindruck, dass überall in Osnabrück die Straßen aufgerissen werden, ohne das die Baustellen aufeinander abgestimmt sind“, kritisiert Thiele weiter. Der renommierte Verkehrsexperte Martin Randelhoff habe ihnen bereits 2018 seine Ideen einer Mobilitätsveränderung für Osnabrück vorgestellt: Vorausschauend planen, langfristig erfolgreich und mobil bleiben und alle Bedürfnisse der Verkehrsteilnehmer fänden entsprechend Berücksichtigung.

Stadtbaurat sei nicht auf Augenhöhe mit Umlandgemeinden

Diese Ergebnisse habe man auch Stadtbaurat Otte gespiegelt. Vier Jahre habe es gedauert, bis Randelhoff zu einem Mobilitätsforum der Stadt eingeladen wurde. „Im Mobilitätsforum hat Randelhoff in seiner zweiten These erkannt, dass der wirkmächtigste Hebel für die Verkehrswende bei den Stadt-Umland-Verkehren liegt“, sagt der Vorsitzende. Diese Analyse fordere aber einen Stadtbaurat, der auf Augenhöhe mit den Umlandgemeinden diese Stadt-Umland-Verkehre entwickelt. „Bisher sehen wir hier keine Entwicklung, da der Stadtbaurat eine bemerkenswerte Überheblichkeit gegenüber den selbstständigen Umlandgemeinden und deren Interessen zeigt. Vielleicht sollte die Stadt Osnabrück Martin Randelhoff beauftragen, solche Entwicklungsgespräche durchzuführen.“

Die Parteigruppe fordert hingegen ein engmaschiges Radwegnetz, eine starke ÖPNV-Achse und P+R Parkplätze, die den Verkehr vor der Stadt bündeln. „Der Umstieg auf den ÖPNV gelingt nur, wenn er deutlich besser und bequemer ist als die Alternativen. Und mit einer Einbahnstraßenregelung auf dem Wallring könnten wir Emissionen deutlich senken und die Stadt staufreier machen.“

Schandfleck Neumarkt

Weiterhin fordern FDP und UWG einen schnelleren neuen Neumarkt. „Der Neumarkt ist der Schandfleck im Herzen unserer Stadt. Seit über zehn Jahren gekennzeichnet durch Verfall, einer maroden Fahrbahndecke und geplatzter Träume. Ein Ort, um den man besser einen Bogen macht, Touristen am besten vorenthält und der der Innenstadt wirtschaftlich schadet“, kritisiert Oliver Hasskamp, stadtentwicklungspolitischer Sprecher der FDP/UWG-Gruppe im Osnabrücker Stadtrat. Einen weiteren Stillstand könne sich die Stadt nicht leisten. „Wir verspüren bei dem Thema Neumarkt in der Bevölkerung einen großen Vertrauensverlust. Politik und Verwaltung haben versagt. Der Ist-Zustand bleibt, trotz großer Baupläne der Johannishöfe in den nächsten Jahren.“

Es habe sich im letzten Jahr beim Umgang mit der ehemligen SinnLeffers Fläche an der Johannisstraße gezeigt, wie positiv eine Zwischennutzung von den Bürgern angenommen werde. Für die Neumarktflächen zum Beispiel am Kachelhaus und Wöhrl könne man sich deshalb für die Übergangszeit Grün, Urban Gardening, eine Veranstaltungsfläche für Musik, Theater, einen Innenstadtjahrmarkt oder andere Zwischennutzungsmöglichkeiten vorstellen. „Das wäre ein Gewinn für die gesamte Innenstadt. Der Neumarkt hat mehr verdient als jahrelanger Verfall und Leerstand bis 2025. Deshalb wäre der Beginn der Abrissarbeiten der Altimmobilien ein wichtiges Signal an die Bevölkerung und die umliegenden Gewerbeeinheiten.“

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