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Startseite Meinung & KolumneDer Bund Osnabrücker Bürger (BOB) und die Radfahrer: ein Kommentar
Meinung & Kolumne

Der Bund Osnabrücker Bürger (BOB) und die Radfahrer: ein Kommentar

von Sophie Scherler 7. Dezember 2021
von Sophie Scherler 7. Dezember 2021
Tödlicher Unfall in Osnabrück: Fahrrad von LKW erfasst. Ein Helm hätte ihn wohl auch nicht gerettet.
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Tödlicher Unfall in Osnabrück: Fahrrad von LKW erfasst. Ein Helm hätte ihn wohl auch nicht gerettet.

Ja, in den letzten Tagen sind auf der Seite der Hasepost mehrere Meinungsbeiträge und Kommentare erschienen. Denn auch wir als Journalistinnen und Journalisten haben Meinungen, die wir manchmal nicht für uns behalten können oder wollen. Was ist also der Grund für diesen Kommentar? Eine Pressemitteilung des Bund Osnabrücker Bürger (BOB).

Letzte Woche Montag starb in Osnabrück ein junger Radfahrer, weil er von einem rechtsabbiegenden LKW überfahren wurde. Bereits unter dem Artikel hat sich auf der Facebook-Seite der Hasepost eine Diskussion entwickelt, die zum Teil wirklich unterirdisch war. Deswegen möchte ich an dieser Stelle nochmal darauf hinweisen: Der Radfahrer hat sich nicht absichtlich überfahren lassen und der LKW-Fahrer hat den Radfahrer auch nicht absichtlich überfahren.

Fraktionen reagieren

Die Reaktionen auf diesen Unfall kamen prompt von fast allen Fraktionen im Stadtrat: das Sterben müsse aufhören, es müsse etwas passieren. Passiert ist auch etwas, denn Oberbürgermeisterin Katharina Pötter kündigte an, die Abbiegespur in eine Radspur umzuwandeln. BOB schießt jetzt nochmal nach. In einer Pressemitteilung bitten sie die Radfahrende, verstärkt reflektierende Kleidung und Helme zu tragen. So weit so in Ordnung. Denn sicher könnten einige Unfälle verhindert werden, wenn Radfahrende besser gesehen werden. Doch was danach kommt, ist für diese Redakteurin ein Hohn. Der zweite Teil der Meldung im Wortlaut:

 „Am häufigsten werden Radfahrer in den Abendstunden übersehen, wenn sie ohne Licht und mit betont dunkler Kleidung mit hohem Tempo ohne jegliche Rücksichtnahme auf andere Verkehrsteilnehmer durch die Gegend fahren.“ ergänzt Wolfgang Niemeyer, BOB Pressesprecher. „Und zwischen Katharinenkirche und Kamp sollte gar kein Radverkehr mehr erlaubt werden. Hier kommt es täglich zu zahlreichen gefährlichen Situationen zwischen Fußgängern und Radfahrern. Und hier ist auch immer wieder schön zu beobachten, wie rücksichtslos Radfahrer im Umgang mit schwächeren Verkehrsteilnehmern sein können. Deshalb muss unsere Devise sein: Fairness und Rücksichtnahme zwischen allen Verkehrsteilnehmern, keine Bevorzugung eines Verkehrsmittels, dass bei schlechtem Wetter und für längere Strecken völlig untauglich ist!“

Was für ein Widerspruch

Zunächst: ein Helm hätte den Radfahrer am Montag wohl auch nicht retten können, ebenso wenig reflektierende Kleidung. Was soll außerdem „betont dunkle Kleidung“ heißen? Bedeutet das etwa, dass Radfahrende sich mit Absicht schwarz anziehen, damit sie überfahren werden?

Manche Radfahrende sind ohne Licht unterwegs, das ist ohne Zweifel gefährlich und falsch. Aber ihnen ein zu hohes Tempo vorzuwerfen, wenn sie doch von den deutlich schnelleren Verkehrsteilnehmenden wie Autos und LKW überfahren werden, ergibt keinen Sinn. Offenbar ist es für BOB auch „schön zu beobachten, wie rücksichtslos Radfahrer im Umgang mit schwächeren Verkehrsteilnehmern sein können“. Natürlich fahren auch manche Radfahrende wie die letzten Idioten, doch die Ursache der meisten Unfälle sind sie nicht: das ist die teilweise miese Verkehrslage vor Ort.

BOB fordert Rücksicht und Fairness zwischen allen Verkehrsteilnehmenden, will aber gleichzeitig den Radfahrenden verbieten, an bestimmten Orten überhaupt zu fahren. Das zum Thema „alle“ müssten Rücksicht nehmen. Für mich klingt das eher so, als würden die Mitglieder von BOB gerne alles von der Straße verbannen, was kein Auto ist. Dann ist schließlich mehr Platz für alle und keiner baut mehr Unfälle.. oder so ähnlich?!

Vorschlag zur Güte: Radfahrende runter von der Straße und rauf auf abgetrennte, erhöhte Radwege. Denn damit wäre wirklich allen geholfen.

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Sophie Scherler

Sophie Scherler ist seit März 2018 Redakteurin bei der Hasepost, zwischenzeitlich absolvierte Sophie Scherler erfolgreich ein Volontariat bei der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU). Seit Herbst 2021 ist sie wieder angestelltes Mitglied unserer Redaktion.

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