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Startseite AktuellDas Thema „Gendern“ ist kein Quatsch – geht aber auch in „lesbar“
AktuellGastbeitragMeinung & Kolumne

Das Thema „Gendern“ ist kein Quatsch – geht aber auch in „lesbar“

von Hasepost 5. Juni 2021
von Hasepost 5. Juni 2021
Foto: Coyote III, CC BY-SA 4.0
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Die deutsche Sprache bietet vielfältige Möglichkeiten einen Text ohne (innen), /-innen, Unterstriche oder Sternchen zu gestalten oder sprechen, meint Kerstin Albrecht und erklärt in Ihrem Gastbeitrag, dass das „-innen“-Thema besser nicht als „Quatsch“ vom Tisch gewischt werden sollte, es aber durchaus möglich ist gleichzeitig und höflich alle Geschlechter anzusprechen, auch ohne „Text-Ungetüme“.

Ein Gastbeitrag von Kerstin Albrecht, Business-Knigge-Coach (AUI zertifiziert)

Ich würde diesen Text heute nicht schreiben, wenn ich nicht selbst so oft das Bedürfnis hätte im TV oder in Zeitungsartikel die formulierenden oder sprechenden Fachkräfte zu kontaktieren und ihnen Empfehlungen zu geben.

Denn so wie es im Moment gehandhabt wird möchte es die Mehrheit der Menschen nicht, was ich durchaus verstehen kann.

„Das ist doch alles völlig überzogenes Emanzen-Gehabe.“ „Was soll denn dieser Blödsinn, immer auch die weiblichen/diversen Formen mit zu nennen? Es versteht sich doch von selbst, dass die Frauen und Diverse mit gemeint sind, wenn da beispielsweise ‚Gastgeber‘ steht.“ So denken viele Menschen – vorrangig noch Männer und immer mehr Frauen.

Das Thema „Frauen-Divers-Sprache – Männersprache“ ist allgegenwärtig – und weckt Emotionen. Sehr viele Menschen verstehen darunter einen überzogenen „Emanzen-Kampf“. Deshalb negieren sie es entweder oder belächeln es mitleidig, manchmal gar höhnisch. Deshalb möchte ich hier als erstes klargestellen: Es geht keinesfalls um Geschlechterkampf in Wort und Schrift.
Wenn sie sich damit auseinander setzen macht es sogar richtig Spaß allen gerecht zu werden. Sie werden keines wie „Ersetzen Sie jedes ‚man‘ durch ‚frau‘“ oder „Schreiben und sprechen Sie in Zukunft in der rein weiblichen Form von mir hören, auch wenn Sie Männer und Frauen meinen.“ Eher sollte es um das Gegenteil gehen: Wie weibliche, diverse und männliche Formen in „friedlicher Koexistenz“ verwendet werden können – und dass auf sowohl höfliche als auch lese- und hörfreundliche Art.

Sprache ist bewusstseinsbildend

Es gibt viele Gründe warum es überhaupt wichtig ist, sich mit diesem Formulierungs-Thema zu beschäftigen.
Es gibt immer mehr Menschen, die sich brüskiert fühlen, wenn sie in Wort und Schrift nicht stattfinden – sei es in der direkten Ansprache oder in einem Text.
Im Extremfall kann Ihnen im Geschäftsleben u.a. eine Kundin verlorengehen, wenn Sie unüberlegt – z.B.in einem Brief – nur männliche Formen verwenden. Menschen fühlen sich unter Umständen gar nicht angesprochen, wenn sie, beispielsweise als Werbung, Drucksachen im ausschließlich männlichen Schreibstil bekommen. Sehr wichtig finde ich – „Wie kann ein Unternehmen modern wirken, wenn die verwendete Sprache der heutigen
Stellung aller in der Gesellschaft nicht gerecht wird“? Es ist also auch eine Frage des Images, sich mit diesem Thema zu beschäftigen.

Und der für mich sehr wichtige nächste Punkt ist wie bereits oben erwähnt – Sprache ist Bewusstseins bildend – mag die Gleichberechtigung auch auf dem Papier vollzogen sein – doch wie könnten sich jahrhundertelang festgemauerte Rollenbilder in wenigen Jahrzehnten in den Köpfen der Menschen völlig verändern? Das braucht Zeit – und guten Willen – und Hilfen durch gute Beispiele.

Leider wird gerade in den öffentlichen Bereichen wie Fernsehen oder Zeitungsartikeln eine Schreib- und Sprachform gewählt die einfach polarisieren muss (auch wenn ich dieses Wort nicht gerne benutze). Aber wenn das „INNEN“ im Wort mit ausgesprochen wird (was sich anhört als wenn der berichtende Mensch einen Sprachfehler hat) oder im Text Mitarbeiter:innen geschrieben wird, stellen sich doch meine Haare manchmal zu Berge.

Vor geraumer Zeit wurde ich als „Gästin“ betitelt in einem Interview. Ich fragte höflich nach, warum er mich so nennt. Seine Antwort: das haben wir uns so angewöhnt, damit die oben (gemeint war der Regieraum) gleich wissen, dass sie eine Frauenstimme aus Pegeln werden. Ich habe leicht geschluckt und einfach toleriert, dass manche im TV doch sehr fantasievoll sind. Aber bitte, eine „Gästin“ gibt es leider gar nicht und wird es auch in der deutschen Sprache nicht geben.

Ich könnte jetzt noch viele Gedanken schreiben, doch das würde hier den Text sprengen. Nur ein vielleicht sehr erklärendes Beispiel wie leicht diese höflichkeitsgerechte Sprache sein kann:
Diese 1. Variante ist die polarisierende der Sprache, zudem unangenehm lesbar: Im Sinne der „Gleichberechtigungs-political-correctness“ wäre es aber in Ordnung.

„Am 17. Juli 2013 bitten wir alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, sich um 15:00 Uhr in der Kantine einzufinden. Die Pensionärinnen und Pensionäre des letzten Jahres treffen sich dort zu einem Erfahrungsaustausch, an dem auch Chefs und Chefinnen, Abteilungsleiterinnen und Abteilungsleiter, Geschäftspartner und Geschäftspartnerinnen sowie Geschäftsfreundinnen und Geschäftsfreunde teilnehmen werden.“

Besser und angenehmer für alle ist es einfach so:

„Am 17. Juli 2013 bitten wir alle Mitarbeitenden, sich um 15:00 Uhr in der Kantine einzufinden. Die pensionierten Belegschaftsmitglieder des letzten Jahres treffen sich dort zu einem Erfahrungsaustausch, an dem auch Vorgesetzte sowie einige Personen aus dem geschäftlichen Umfeld der Firma teilnehmen werden.“

Ein toller Text, der für alle Menschen ist und einfach geschrieben. Das wünsche ich mir für die geschlechtergerechte Sprache. Der Journalismus sollte voraus gehen und sich vielleicht informieren über die einfache Schreibweise. Die politische Seite entsprechend anpassen und ganz wichtig: Hüten sie sich bitte alle vor Übertreibungen.
Und bedenken Sie bitte jedoch noch eines: Nur in der Schriftform ist ein Binnen-I erkennbar. Wird ein so geschriebener Text ohne besondere Betonung oder Erklärung vorgelesen, sind plötzlich „alle Männer verschwunden“! Unter dem Aspekt der Wertschätzung fällt diese Lösung komplett aus und könnte die „Männerwelt“ brüskieren.

In diesem Sinne wünsche ich allen interessierten Menschen positives Denken über die geschlechtergerechte Sprache.

Kerstin Albrecht

Titelfoto: Coyote III, CC BY-SA 4.0


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„Denken ist schwer, darum urteilen die meisten” (C. G Jung).
Bitte denken Sie mehr, Ihr Heiko Pohlmann.


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