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Startseite AktuellTheater Osnabrück soll für 80 Millionen Euro saniert werden
AktuellKulturOsnabrück

Theater Osnabrück soll für 80 Millionen Euro saniert werden

von Sophie Scherler 22. November 2018
von Sophie Scherler 22. November 2018
Theater Osnabrück
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Erste Berechnungen haben ergeben, dass rund 80 Millionen Euro nötig sind, um das Theater so zu modernisieren, dass es auch die nächsten 25 Jahre bespielbar ist. Stimmt der Rat der Stadt den Plänen zu, soll frühestens 2024 mit den Arbeiten begonnen werden. Dafür müssen die Bühnen und Proberäume für den gesamten Zeitraum von etwa drei Jahren komplett ausgelagert werden.

Bröckelnder Putz, lose Kabel und fehlende Räume; das Osnabrücker Theater ist an vielen Stellen dringend renovierungsbedürftig. „Wenn wir nichts tun, dann laufen wir Gefahr, das Theater über kurz oder lang schließen zu müssen“, sagte Oberbürgermeister Wolfgang Griesert. Inzwischen gäbe es viele bauliche Mängel, Probleme mit dem Brandschutz und veraltete Technik. Etwa 80 Millionen Euro sind nötig, um das Theater für die Zukunft fit zu machen und seinen weiteren Betrieb zu sichern. „Wir müssen das ganze Haus neu denken“, betonte der kaufmännische Direktor Matthias Köhn.

Summe nicht alleine stemmen

Der zuständige Vorstand der Stadtverwaltung, Wolfgang Beckermann, sagt: „Wir stehen erst ganz am Anfang eines ziemlich langwierigen und komplizierten Prozesses mit ersten Kostenschätzungen und Zeitplänen. Insbesondere stehen wir am Anfang der Diskussion mit dem Rat und der Öffentlichkeit.“ Denn sowohl der Rat als auch die Osnabrücker sollen von der Notwendigkeit der Sanierung überzeugt werden. Dazu wurden im Vorfeld auch andere Optionen wie ein kompletter Neubau oder nur Sanierungen des Nötigsten überprüft. Im Ergebnis ist die Sanierung die kostengünstigste Variante, denn: „Jahrelanges Löcherstopfen ist auf die Dauer unwirtschaftlich. Damit schieben wir die Entscheidung nur auf und die Kosten steigen noch weiter“, sagt der Oberbürgermeister. Die Summe will die Stadt aber nicht alleine tragen. „Wir werden an allen Stellen für Drittmittel werben“, sagt Beckermann entschieden. Mindestens 2/3 der Kosten sollen so gedeckt werden.

Kabel

Ein Blick an die Decke reicht: Hier muss was getan werden

Was soll gemacht werden?

Für die Zeit der Renovierung ist ein ganzer Katalog an Maßnahmen geplant. Unter anderem soll die komplette Haustechnik und Elektrotechnik neu gemacht werden. Dafür muss das Gebäude in den Rohbauzustand versetzt werden. Das separate Schneiderei-Gebäude befindet sich in einem schlechten Allgemeinzustand und wird abgerissen und neu gebaut; so soll mehr Fläche entstehen. Die Probenräume haben nicht die notwendige Größe und sollen dauerhaft aus dem Gebäude ausgelagert werden, dafür entsteht mehr Lagerfläche. Weitere Punkte sind die Verbesserung der Akustik, Anpassung an moderne Brandschutzbestimmungen und Arbeiten rund um die Bühnentechnik. „Außerdem wird das obere Foyer so abgetrennt, dass es gleichzeitig mit der Hauptbühne für Veranstaltungen genutzt werden kann“, sagt Köhn. Derzeit finden zum Beispiel die Kinderkonzerte von Purzel und Strolch dort statt, können aber nicht parallel ablaufen. Nach der Renovierung soll eine gleichzeitge Nutzung möglich sein.

Gesamte Laufzeit: 8 Jahre

Zu Beginn des Jahres 2019 soll der Rat der Stadt Osnabrück über die Pläne entscheiden, und es soll die Mittelbereitstellung gesichert werden. In den kommenden Jahren werden europaweite Vergabeverfahren und Ausschreibungen durchgeführt. Erst im fünften Jahr, also vermutlich 2024, wird mit den tatsächlichen Sanierungsarbeiten begonnen. In diesem Zeitraum wird der Theaterbetrieb ausgelagert. Wohin genau ist noch nicht bekannt. Die Wiedereröffnung ist für 2027 angepeilt: „Das wird ein Generationenprojekt“, sagt Intendant Dr. Ralf Waldschmidt. Oberbürgermeister Griesert ergänzt: „Wir werden unsere ganze Kreativität dafür einsetzten, um die Osnabrücker nicht nur zu überzeugen, sondern zu begeistern: von der Zukunft des Theaters, vom dem Theater der Zukunft – in Osnabrück.“

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Sophie Scherler

Sophie Scherler ist seit März 2018 Redakteurin bei der Hasepost, zwischenzeitlich absolvierte Sophie Scherler erfolgreich ein Volontariat bei der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU). Seit Herbst 2021 ist sie wieder angestelltes Mitglied unserer Redaktion.

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