Die Stadt Osnabrück unterstützt das Projekt „Gemeinsam Zukunft bauen: Unterstützung zur Gründung einer Selbstbestimmten Wohngemeinschaft (SBWG)“ der Lebenshilfe Osnabrück e.V. mit einer Förderung in Höhe von 10.000 Euro. Die Mittel werden im Rahmen des Förderprogramms „Zukunftsorientierter Wohnraum“ bereitgestellt.
Selbstbestimmte Wohnformen als inklusive Alternative
Mit dem Projekt sollen Menschen mit Behinderungen sowie ihre Familien dabei unterstützt werden, selbstbestimmte Wohnformen als Alternative zu klassischen besonderen Wohnformen zu entwickeln. Ziel ist es, Wissen zu vermitteln, Familien zu vernetzen und konkrete Gründungsprozesse für selbstbestimmte Wohngemeinschaften fachlich begleitet anzustoßen.
„Selbstbestimmtes Wohnen ist ein zentraler Baustein für Teilhabe und Inklusion in unserer Stadt“, betont Stephan Gausmann von der Kontaktstelle Wohnraum der Stadt Osnabrück. „Mit der Förderung dieses Projekts stärken wir innovative Ansätze, die Menschen mit Behinderungen mehr Wahlmöglichkeiten eröffnen und Familien in einem komplexen Entscheidungsprozess entlasten.“
Lebenshilfe Osnabrück begleitet und unterstützt
Die Lebenshilfe Osnabrück bringt dabei bereits umfangreiche Erfahrung ein: In den vergangenen Jahren hat sie maßgeblich den Aufbau von zwei selbstbestimmten Wohngemeinschaften für junge Menschen mit Unterstützungsbedarf begleitet und unterstützt. Diese Erfahrungen fließen nun systematisch in das neue Projekt ein.
Das Angebot der Lebenshilfe Osnabrück umfasst unter anderem Auftakttreffen zur Information und Vernetzung sowie mehrere aufeinander aufbauende Beratungsmodule. Diese werden von einer externen Fachkraft, Dr. Lisa Oermann, moderiert und richten sich sowohl an potenzielle zukünftige Bewohnerinnen und Bewohner als auch an deren Angehörige. Ergänzend sollen langfristig nutzbare Wissensmaterialien und Checklisten rund um die Gründung selbstbestimmter Wohngemeinschaften entstehen.
Projekt von zwei Jahren
Thomas Schmidt-Benkowitz, Vorsitzender der Lebenshilfe Osnabrück e.V., begrüßt die Unterstützung: „Die Förderung der Stadt Osnabrück ist ein wichtiges Signal für mehr Selbstbestimmung im Bereich Wohnen. Viele Familien wünschen sich Alternativen zu bestehenden Wohnangeboten, fühlen sich aber mit den organisatorischen und rechtlichen Fragen allein gelassen. Genau hier setzt unser Projekt an – aufbauend auf den Erfahrungen aus bereits realisierten Wohngemeinschaften.“
Das Projekt ist auf eine Laufzeit von zwei Jahren angelegt und soll dazu beitragen, selbstbestimmte Wohngemeinschaften im Stadtgebiet Osnabrück bekannter zu machen und weitere Gründungen anzustoßen.
Eltern und Betroffene können sich bei Bedarf an Judith Witte von der Lebenshilfe wenden. Sie ist unter der Telefonnummer 0541 430266 oder per E-Mail erreichbar.
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