Löschhubschrauber kollidieren bei Waldbrandbekämpfung nahe Athen
Bei der Bekämpfung von Waldbränden westlich von Athen sind am Sonntag zwei Löschhubschrauber in der Luft zusammengestoßen. Wie die griechische Feuerwehr mitteilte, starben dabei ein dänischer Pilot und ein griechischer Co-Pilot. Die Besatzung des zweiten Helikopters konnte sich durch eine Notlandung retten, wie der griechische Rundfunk ERT berichtete. Ein Video des Senders zeigt, wie ein Hubschrauber den Rotor des anderen berührt, woraufhin einer der Helikopter explodiert und als Feuerball zu Boden stürzt. Die Leichen der beiden Opfer wurden später geborgen. Damit steigt die Zahl der Todesopfer der griechischen Waldbrände auf fünf, nachdem bereits vergangene Woche drei Feuerwehrleute auf Kreta und der Peloponnes ums Leben kamen, wie die ZEIT unter Berufung auf AFP und dpa meldet.
Griechenland kämpft gegen riesige Waldbrände
Die Flammen bedrohen weiterhin die Stadt Megara mit rund 36.000 Einwohnern und haben bereits mehr als 10.000 Hektar Wald zerstört, was etwa der Fläche der Insel Sylt entspricht. Zudem brannten Häuser, Ställe und landwirtschaftliche Flächen nieder, und zahlreiche Tiere starben in den Feuern. Feuerwehr, Armee und Zivilschutz versuchen mit schwerem Gerät, Brandschneisen im Kithairon-Gebirge zu legen, doch die Löscharbeiten werden durch ausgetrocknete Vegetation, starken Wind und unwegsames Gelände erschwert. Unterstützung erhalten die Einsatzkräfte aus Frankreich und Rumänien. Als mögliche Ursache des Großbrandes werden Funken an Stromleitungen eines privaten Windparknetzes untersucht, wobei zwei Menschen festgenommen wurden, wie die ZEIT weiter berichtet.
Spanien und Frankreich erleben leichte Entspannung
Während die Lage in Griechenland dramatisch bleibt, entspannt sich die Situation in anderen europäischen Ländern leicht. In Spanien waren am Wochenende noch über 40 kleinere Wald- und Vegetationsbrände aktiv, vor allem in Kastilien und León, Katalonien, Valencia und Kastilien-La Mancha, wie ein spanisches Waldbrandportal mitteilte. An der französischen Atlantikküste durften Bewohner der Ferienorte Lège-Cap-Ferret und Le Porge am Montag in ihre Häuser zurückkehren, allerdings nicht auf Campingplätze, wie die Präfektur in Bordeaux mitteilte. Im südfranzösischen Département Var wurden Evakuierungsmaßnahmen und Ausgangsbeschränkungen aufgehoben. Allerdings brach am Sonntag nahe Carcassonne ein neuer Waldbrand aus, ausgelöst durch ein brennendes Auto auf der Autobahn, wie Medien unter Berufung auf die Feuerwehr berichteten. Etwa 100 Menschen wurden vorsorglich in Sicherheit gebracht.