In Grevenbroich wurde am Mittwoch im Umfeld des stillgelegten Kohlekraftwerks Frimmersdorf offenbar ein verdächtiger Feuerwerkskörper entdeckt. Der Fund erfolgte in der Nähe eines Hochspannungsmasts, wie Polizei und Medien übereinstimmend berichten.
Sprengstoffexperten sichern Kugelbombe
Ein Sprecher der Polizei des Rhein-Kreises Neuss sagte laut "Bild", dass eine sogenannte Kugelbombe in 10 bis 15 Metern Entfernung zum Mast gelegen habe. Sprengstoffexperten des Landeskriminalamtes hätten den Gegenstand unbrauchbar gemacht und sichergestellt.
Nach Angaben der Polizei hätte der Feuerwerkskörper bei einer Explosion keinen Schaden anrichten können. Der Werksschutz des Energiekonzerns RWE hatte den verdächtigen Gegenstand am Nachmittag entdeckt und die Polizei informiert.
Hintergründe unklar, kein Bezug zu Sabotage-Aktionen
Ob es einen Versuch gab, den in Klebeband eingewickelten Feuerwerkskörper zu zünden, sei unklar. Auch wie lange der Gegenstand bereits dort lag, ist unbekannt.
Ein Zusammenhang mit den Sabotage-Aktionen auf Stromleitungen Anfang September wurde zunächst nicht festgestellt. Die gefundene Kugelbombe sei laut Polizei "nicht vergleichbar" mit den damaligen Vorfällen. Die Ermittler suchen nun nach den Hintergründen.