30 Verbände und Organisationen haben in einem Brandbrief an die Bundesregierung vor einer Verschärfung der Neubaukrise gewarnt. Sie kritisieren geplante Kürzungen im Haushalt 2027 und fordern ein Umsteuern in der Wohnungspolitik. Ohne Gegenmaßnahmen drohe eine Lähmung des Wohnungsbaus.
Kritik an Haushaltsplanungen für 2027
In einem gemeinsamen Brandbrief an Regierung und Parlament warnen 30 Verbände und Organisationen vor den Folgen der geplanten Haushaltsplanungen für das Jahr 2027. "Wir sagen es deutlich: Dieser Bundeshaushalt passt nicht zu dem, was draußen im Land beim Wohnungsbau und auf den Wohnungsmärkten gerade passiert", heißt es in dem Schreiben, das vom "Redaktionsnetzwerk Deutschland" zitiert wird. Die Unterzeichner, darunter der Bauindustrieverband HDB, die Gewerkschaft IG Bau und der Deutsche Mieterbund, sehen dringenden Handlungsbedarf.
Die Verbände kritisieren, dass die vorgesehenen Kürzungen bei der Neubauförderung volkswirtschaftlich kontraproduktiv sein könnten. "Wenn der Bund jetzt seine Förderung für den Wohnungsbau zurückfährt, dann wird das auch volkswirtschaftlich zu einem Bumerang."
Forderungen nach dauerhafter Förderung
Die Unterzeichner des Brandbriefs fordern ein klares Signal gegen die drohende Stagnation im Wohnungsbau. "Beim Wohnungsbau ist haushaltspolitisches Umsteuern dringend erforderlich" Sie warnen davor, dass das kommende Jahr zu einer "Lähmungsphase für den Neubau von Wohnungen werden", wenn keine Änderungen vorgenommen werden.
Konkret verlangen die Verbände, dass der Bund im Haushalt 2027 "Keine Kürzungen im Haushalt 2027 für den Neubau von bezahlbaren Mietwohnungen". Zudem müsse der soziale Wohnungsbau "dauerhaft und auf hohem Niveau" abgesichert werden. Weitere Forderungen umfassen unter anderem die Bereitstellung von mehr Bauland durch den Bund.