Bund und Länder planen die bundesweite Einführung von Handyblitzern, um die Nutzung von Mobiltelefonen am Steuer effektiver zu überwachen. Das Bundesverkehrsministerium unterstützt die Länder in dieser Maßnahme, nachdem in Rheinland-Pfalz positive Erfahrungen mit der Technik gesammelt wurden. Jährlich registriert die Polizei Hunderttausende Verstöße.
Technik und Erfahrungen
Die sogenannten Handyblitzer sollen bundesweit eingesetzt werden, um Autofahrer zu erfassen, die während der Fahrt ihr Mobiltelefon benutzen. Die Geräte erkennen typische Körperhaltungen sowie Form und Farbe verschiedener Handymodelle. In Rheinland-Pfalz, wo die Technik bereits getestet wurde, seien laut der Stellungnahme des Bundesverkehrsministeriums durchweg positive Erfahrungen gemacht worden.
Das Ministerium teilt die Auffassung der Länder, dass moderne Überwachungstechnologien die Regelbefolgung im Straßenverkehr verbessern und damit die Sicherheit erhöhen können. Die Länder hatten den Bund zuvor aufgefordert, eine bundesweite und technikoffene Regelung zu schaffen, um eine zersplitterte Rechtslage zu vermeiden.
Verstöße und Konsequenzen
Nach Angaben des ADAC registriert die Polizei jährlich rund 400.000 Verstöße gegen das Handyverbot am Steuer. Die Dunkelziffer liege jedoch deutlich höher. Wer mit dem Handy am Steuer erwischt wird, muss mit einem Bußgeld von 100 Euro und einem Punkt in Flensburg rechnen.
Die "Rheinische Post" berichtet unter Berufung auf eine Stellungnahme des Bundesverkehrsministeriums über die Pläne. Demnach bestehe Einigkeit, dass die Einführung der Handyblitzer ein wichtiger Schritt zur Erhöhung der Verkehrssicherheit sei.