Die CDU-Generalsekretärin Franziska Hoppermann hat bekräftigt, dass die nächste Bundespräsidentin aus den Reihen der Union kommen wird. Eine Entscheidung über die Kandidatin soll Anfang der kommenden Woche fallen. Als mögliche Bewerberin gilt unter anderem die bayerische Landtagspräsidentin Ilse Aigner (CSU).
Union setzt auf erfahrene Kandidatin
CDU-Generalsekretärin Franziska Hoppermann sagte den Sendern RTL und ntv: ""Die Kandidatin kommt für Friedrich Merz aus den Reihen der Union und ist damit auch ein gemeinsamer Vorschlag der beiden Unions-Parteivorsitzenden”.”. Damit bekräftigte sie, dass die nächste Bundespräsidentin aus den Reihen von CDU oder CSU stammen werde.
Auf Nachfrage schloss sie nicht aus, dass die CSU-Politikerin Ilse Aigner noch als Kandidatin infrage kommt. Aigner ist seit 2018 Präsidentin des Bayerischen Landtags. Hoppermann betonte, es werde eine Frau aus der Union sein. ""Da haben wir einen ganz großartigen Umstand: Viele verschiedene Kandidatinnen, die dafür hervorragend geeignet sind und infrage kommen.""
Anforderungen an das Amt
Laut Hoppermann müsse die künftige Bundespräsidentin politische Erfahrung mitbringen und durch Herzenswärme sowie Bodenständigkeit überzeugen. ""Ich glaube, dass das in diesen polarisierten, angespannten gesellschaftlichen Zeiten wirklich gut ist, wenn man diese Mischung mitbringt – und da haben wir großartig geeignete Kandidatinnen.""
Die Generalsekretärin kündigte an, dass die Unionsparteien voraussichtlich Anfang der kommenden Woche eine Entscheidung treffen werden. ""Das entscheiden wir in den Parteigremien voraussichtlich Anfang der nächsten Woche."" Bis dahin sollen weitere Gespräche geführt werden.
Debatte um Geschlecht und Qualifikation
Hoppermann verteidigte die späte Festlegung von CDU-Parteichef Friedrich Merz auf eine Frau als Kandidatin. Merz habe diese Position bereits länger vertreten, sie aber erst kürzlich öffentlich gemacht. ""Das habe ich tatsächlich oft gehört und auch aus den Parteien, dass es jetzt auch gut ist, wenn das mal eine Frau macht.""
Die Generalsekretärin verwies darauf, dass der Wunsch nach einer Frau im höchsten Staatsamt in Bevölkerung und Parteien vorhanden sei. Gleichzeitig betonte sie, dass nicht nur das Geschlecht, sondern auch das Anforderungsprofil der Kandidatin diskutiert werden müsse.